Bereit für die Digitalisierung

An der OTH in Amberg laufen gerade die Arbeiten für den Bau des Kompetenzzentrums für Kraft-Wärme-Kopplung. Die Hochschule rüstet sich auch für eine Außenstelle des Zentrums für Digitale Produktion. Bild: Hartl

Mit 20 neuen Professoren-Stellen will die Staatsregierung die Digitalisierung in Bayern voranbringen. Möglicherweise bezieht einer dieser Professoren sein Büro an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden.

(upl/dpa) Als Finanzminister Markus Söder (CSU) im August den Nordbayernplan der Staatsregierung vorstellte, war auch die Rede davon, dass die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH) Amberg-Weiden eine Außenstelle des neuen Zentrums für Digitale Produktion erhalten soll. Was sich hinter diesem Zentrum verbirgt war bisher recht vage.

Start Anfang 2016

Etwas Licht ins Dunkel könnte nun eine Äußerung von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) bringen. Nach Beratungen mit Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft erklärte sie in München, die Staatsregierung werde insgesamt 20 neue Professorenstellen für den Bereich Digitalisierung schaffen. 10 dieser Stellen sollen an Universitäten im Freistaat entstehen, 10 an Hochschulen für angewandte Wissenschaften - also möglicherweise auch an der OTH.

Bis zum Frühjahr solle ein detailliertes Konzept erarbeitet werden, bei dem vorhandene Projekte mit eingebunden werden, hieß es nach der Besprechung mit Aigner in München weiter. Die ersten neuen Professuren soll es Anfang 2016 geben. Die Pläne sollen Teil der "Digitalisierungsstrategie der Staatsregierung" sein. Für die Vernetzung der Forschungsaktivitäten ist bisher das "Zentrum Digitalisierung Bayern" in Garching bei München zuständig. Welche Rolle des neue Zentrum für Digitale Produktion in Nürnberg spielen soll, ist bisher unklar. Bei der Vorstellung des Nordbayernplanes hatte es geheißen, die Nürnberger Zentrale werde durch sieben Außenstellen - eine davon in Amberg - verstärkt.

An der OTH in Amberg laufen derzeit die Vorbereitungen für die Einrichtung einer solchen Außenstelle. "Wir arbeiten gemeinsam ein entsprechendes Konzept mit dem Titel Indigo (Internet und Digitalisierung Ostbayern) aus. Wenn wir einen Erfolgsfaktor für die regionale Entwicklung in Ostbayern und damit auch der Oberpfalz hervorheben wollen, dann ist es die Vernetzung zwischen starken Partnern", erklärt OTH-Sprecher Dr. Wolfgang Weber. "Hierzu gehört eindeutig die Digitalisierung in Wirtschaft und Gesellschaft. Eine hoch leistungsfähige Infrastruktur der Datenübertragung und Datensicherheit ist ein sehr bedeutender Standortfaktor. Als Technische Hochschule können wir ein breitgefächertes Know-how aus den Ingenieur- und auch den Wirtschaftswissenschaften in das Zentrum Digitalisierung Bayern einbringen: Die Digitalisierung spielt in Lehre und Forschung in allen unseren Fakultäten eine erhebliche Rolle, und hat ein enormes Potenzial für die noch intensivere Vernetzung zwischen den Hochschulen und mit der Wirtschaft."
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