Hubert Graf von Spreti aus Amberg arbeitet an "Oscar"-nominiertem Film über Edward Snowden mit
Hoffnung in Hollywood

Hubert Graf von Spreti. Bild: hfz

Wenn am 22. Februar in Los Angeles zum 87. Mal die "Oscars" vergeben werden, dann könnte es sein, dass auch ein gebürtiger Amberger Grund zur Freude hat. Hubert Graf von Spreti war für den Bayerischen Rundfunk Co-Produzent eines Dokumentarfilms, der zusammen mit vier anderen Arbeiten nominiert ist. Darunter auch ein Film von Wim Wenders.

Hubert von Spreti leitet beim BR die Redaktion "Spielfilm". Der Sohn des ehemaligen Amberger Bürgermeisters Carl Graf von Spreti war in den vergangenen Jahren an zahlreichen Produktionen maßgeblich beteiligt, die im In- und Ausland mit Preisen bedacht wurden. Darunter befanden sich "Kirschblüten Hanami", "Sophie Scholl - Die letzten Tage", "Die Spiegel-Affäre" und "Wüstenblume."

Nun ist der 64-Jährige in angespannter Erwartung auf die "Oscar"-Verleihung im Dolby-Theatre am Hollywood-Boulevard von Los Angeles. Am 22. Februar stehen dort fünf von der Jury nominierte Dokumentarfilme zur Wahl. Darunter "Citizenfour" und damit ein 114 Minuten langes Werk, das sich mit dem "Whistleblower" Edward Snowden befasst.

Regie führte die Amerikanerin Laura Poitras, die auch als Produzentin auftrat. Die Co-Produktion teilten sich der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und der Bayerische Rundfunk (BR). Für ihn wurde Hubert von Spreti tätig. "Citizenfour" lässt Edward Snowden bei mehreren Treffen zu Wort kommen. Der US-Bürger war weltweit bekannt geworden, als er von den Abhörpraktiken der amerikanischen Geheimdienste berichtete. Der Film läuft seit November auch in Deutschland.

Langjähriger Moderator

Der 1950 in Amberg geborene Professor Hubert von Spreti war in der Vergangenheit Moderator der BR-Reihe "Kino, Kino", er arbeitete für die ARD auch drei Jahre lang in den Vereinigten Staaten als Leiter des Büros in Los Angeles. Beim "Deutschen Fernsehpreis 2014" stand er mit auf der Bühne, als die Trophäe an den Dokumentarfilm "24 Stunden Jerusalem" ging. Spreti, der heuer im August seinen 65. Geburtstag hat, war dabei verantwortlicher Redaktionschef.
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