Mutter braucht Unterstützung für behinderten Sohn
"Jedes Jahr ist ein Wunder"

Er ist ihr Ein und Alles - und umgekehrt. Fabian und Christine Berghammer meistern seit 13 Jahren ihr Schicksal. Jetzt geht die Mutter an die Öffentlichkeit, weil sie den Alltag ohne Hilfe nicht mehr meistern kann. Bild: hfz
Christine Berghammer hat für sich und ihren Sohn Fabian nur einen Wunsch: "Mobil sein!" Der 13-Jährige ist schwerbehindert und benötigt Hilfe. Seine Mutter allein schafft es nicht. Sie braucht Unterstützung.

Einfach mal schnell mit der Familie Einkäufe erledigen, Arzttermine wahrnehmen, Freunde und Verwandte besuchen, ins Kino gehen oder gemeinsam einen Ausflug unternehmen? Diese Dinge des alltäglichen Lebens stellen für Christine Berghammer und ihren Sohn Fabian eine schier unüberwindbare Hürde dar. Die Lebenshilfe macht nun ganz bewusst in einer Pressemitteilung auf diesen Amberger Fall aufmerksam.

Mit Wasserkopf geboren

Fabian ist 13 Jahre alt und wohnt mit seiner Mama im Stadtgebiet. Der muntere und aufgeweckte Junge meistert sein Leben - und das trotzt einer schweren Mehrfachbehinderung. Fabian ist permanent auf einen Rollstuhl angewiesen. Der Bub kam mit einem Wasserkopf auf die Welt, der derart groß war, dass das Kleinhirn stark unterentwickelt blieb. Hinzu kommen beidseitige Fingerfehlstellungen und immer wieder Anfälle. Fabian wird laut seiner Mutter zusätzlich über eine Magensonde mit Flüssigkeit versorgt, da er nicht immer in der Lage ist, genügend Nahrung aufzunehmen. Fabian kam fünf Wochen zu früh auf die Welt, die Ärzte gingen damals von einer Lebensdauer von maximal sechs Monaten aus. Heute ist das Kind 13: "Jedes Jahr ist ein Wunder", sagt die Mutter. Die Behinderung ihres Sohnes stellt für die Alleinerziehende nicht nur eine enorme psychische Belastung dar. "Wir kommen auch an unsere körperlichen Grenzen."

Das Geld reicht nicht aus

Die finanzielle Situation der kleinen Familie verschlechterte sich zusehends. Christine Berghammer lebt seit Fabians Geburt von Sozialhilfe, da es ihr wegen der schweren Beeinträchtigungen ihres Sohnes nicht möglich ist, einer Arbeit nachzugehen. Nur ab und an bot sich eine geringfügige Beschäftigung an. Trotz der großen emotionalen und finanziellen Belastung setzt sich die Ambergerin immer für Fabian ein. Jeden Tag. Das seit 13 Jahren: "Ich gab nicht auf und machte alle Förderungen, die gut für ihn waren. Fabian wollte leben und kämpfte, und ich wollte auch, dass er lebt und kämpft."

Dann bekam Fabian einen schweren Anfall, seine Beine konnte er nicht mehr biegen. Er benötigte Fuß- und Handschienen, einen speziellen Reha-Kinderwagen und einen entsprechenden Autositz. Fabian konnte fast zwei Jahre seinen Kopf nicht heben oder drehen. Keine Chance. Doch das ist jetzt anders. "Er macht viele Fortschritte", ist die Mutter stolz und fügt hinzu: Es gelingt ihm, teilweise alleine zu sitzen und er sieht im Nahbereich schon rund 50 bis 60 Prozent. Er greift mit den Fingern und kann sich drehen." Zudem versteht er immer mehr von dem, was um ihn herum gesprochen wird.

Christine Berghammer möchte ihrem Sohn ein Leben ermöglichen, das so normal wie möglich ist. Sie besitzt zwar ein behindertengerechtes Auto, das teilweise über Spenden finanziert wurde. Doch am Fahrzeug nagt der Zahn der Zeit. In den acht Jahren musste es mehrmals repariert beziehungsweise umgebaut werden. So funktionierte beispielsweise der Lifter nicht mehr. Er wurde ausgebaut und die Rampe ein Stück verlängert. Zudem lief Kühlerflüssigkeit aus. Diese technischen Mängel führten dazu, dass die Familie plötzlich wieder mehr Geld brauchte.

Etwa 32 000 Euro

Der Restwert des Autos soll nun als Grundlage für den Kauf eines neuen behindertengerechten Wagens dienen. Dieser soll über eine Rampe verfügen, die weniger störanfällig ist, und es Fabian ermöglichen, sicher in das Auto zu gelangen. Die Mutter: "Wir sind auf die Anschaffung eines behindertengerechten Fahrzeugs angewiesen. Die Kosten beliefen sich auf rund 32 000 Euro - sehr viel Geld, das die Mutter aus eigener Kraft nicht aufbringen kann.

Auch die staatlichen Hilfen reichen nicht: "Für uns ist es nicht machbar, ein solches Auto zu kaufen. Das können wir uns einfach nicht leisten."

Spendenkonto

Die Lebenshilfe Amberg-Sulzbach hat für die Berghammers ein Spendenkonto eingerichtet. Wer Fabian unterstützen und spenden möchte, kann den gewünschten Betrag bei der Hypo-Vereinsbank Amberg einzahlen. Kontonummer 1 31 06 90, Bankleitzahl 7 522 00 70, Iban DE 49 75 22 00 70 00 01 31 06 90, Bic HYVEDEMM405
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