Suche nach dem Glück

Die Krisen in der Welt haben am Lebensglück der Deutschen offenbar nicht gerüttelt: Die Zufriedenheit hält sich laut "Glücksatlas 2014" auf hohem Niveau. Auch in der Oberpfalz. Die Studie selbst hingegen ist nicht ganz geglückt.

(tos/dpa) Die Oberpfälzer sind zunehmend zufriedene Menschen. Zumindest wenn es nach dem "Glücksatlas 2014" geht, den die Deutsche Post am Mittwoch vorstellte. Denn gegenüber dem Vorjahr macht der Bereich "Bayern (Süd)", zu dem auch die Oberpfalz gezählt wird, einen Platz im Ranking gut.

Die Region (Bayern ohne die fränkischen Bezirke) liegt damit im - in 19 Regionen unterteilten - Bundesgebiet mit 7,05 Zufriedenheits-Punkten (von zehn möglichen) auf Platz 8. Einen Rang vor den benachbarten Franken (auch 7,05 Punkte), die gleich vier Plätze gutmachen. Die zugrundeliegenden Daten stammen aus dem seit 1983 erhobenen Sozio-oekonischem Panel (SOEP) - in dem jährlich 30 000 Menschen in fast 11 000 Haushalten befragt werden - ergänzt durch eine Forsa-Umfrage.

Besonders glücklich sind die Menschen in "Bayern (Süd)" laut Studie mit ihrer Arbeit. In der Kategorie, in der Anerkennung und soziales Klima die wichtigsten Faktoren darstellen, ist die Region deutschlandweit starker Fünfter. In anderen Aspekten wie Gesundheit (6.), Wohnsituation (8.) und Einkommen (9.) belegen die "Südbayern" Plätze unter den Top 10.

Die Zufriedenheit in den verschiedenen Altersgruppen (Plätze zwischen 6 und 8) bleibt konstant. Deutlicher sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Während die "Bayern (Süd)"-Männer den vierten Platz erobern, sind die Frauen mit dem 13. Platz in den alten Bundesländern am unglücklichsten.

Schwere Vergleichbarkeit

Die Studie schreibt der Region positive Indikatoren wie überdurchschnittlich hohes Einkommen, eine niedrige Arbeitslosenquote und die touristische Attraktivität zu, bemängelt aber die hohen Baulandpreise. Hier zeigt sich aber eine Schwäche der Erhebung, die strukturelle Unterschiede innerhalb des Bereichs "Bayern (Süd)" etwa zwischen Ballungsräumen wie München und ländlichen Gegenden nicht berücksichtigt.

Deutschlandweit erreichten einmal mehr Schleswig-Holstein (7,30) und Hamburg (7,18) die höchsten Werte. Schlusslicht ist Brandenburg (6,60). Im Europa-Vergleich belegt Deutschland mit einem Schnitt von 7,2 Platz 9 von 30 - deutlich hinter den Langzeitspitzenreitern Norwegen (8,8) und Schweden (8,2).
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