Ambergs erstes School's out-Festival lockt Hunderte Kinder und Jugendliche ins Hockermühlbad
Zunge raus bei Schule ist aus

Diese Geräte heißen Walking-Bälle, weil man darin eigentlich übers Wasser laufen soll. Es ist bloß ziemlich schwierig, auf den Beinen zu bleiben, wenn ein Schubser von der Seite kommt. Diese Erfahrung mussten auch die Aktiven der DLRG machen, die diese Bälle beim School's out-Festival als eine der Aktionen im Wasser anboten.

Klar ist es cool, wenn die Schule aus ist und sechs Wochen Sommerferien beginnen. Deshalb ist auch ein School's out-Festival cool - eine Idee, die am Freitag im Hockermühlbad Premiere feierte. Ebenso cool: Gleich am Eingang gab's gratis ein Zungen-Tattoo für jeden, der die Zunge rausstreckte.

Beim Gedanken an die überstandene Schule fiel das keinem der jungen Teilnehmer schwer. Im Gegenteil herrschte muntere Ausgelassenheit mit einem zweigeteilten Programm am Nachmittag und am Abend. Während von 14 bis 18 Uhr eher das noch jüngere Publikum mit kindgerechten Spielen, Mitmachaktionen, Vorführungen und interessanten Infoständen zum Zuge kam, hatten danach bis 22 Uhr die Jugendlichen das Sagen - vor allem beim Abrocken mit den Live-Bands Midnight Circus, Voice mas und Foundation (am Nachmittag hatte schon Reckless gespielt).

Entstanden war die Idee zu dieser School's out-Party im Herbst vergangenen Jahres. Genauer gesagt wurde beim Amberger Jugendgipfel ein Festival für Kids und Jugendliche vorgeschlagen - ein Wunsch, den der Stadtjugendring (SJR) nun mit dieser neuen Struktur umsetzte.

Sein Vorsitzender Dr. Horst Pongratz betonte am Rande der offiziellen Eröffnung, dieses Projekt zwar gerne gemacht zu haben. Aber der Aufwand der Vorbereitung, die nur in Kooperation mit den Kräften des Kreisjugendrings möglich war, sei dennoch so groß gewesen, dass der SJR diese Aufgabe im kommenden Jahr an die Stadt abtreten müsse. Für die Organisation dankten OB Michael Cerny und Landrat Richard Reisinger als Schirmherr nicht nur den Jugendringen, sondern auch allen Ehrenamtlichen, vor allem von den Vereinen und Verbänden, die das Programm mit ihren Angeboten mit viel zusätzlichem Leben füllten.

Tolles Lebensgefühl


Schließlich ging es ja auch ums Lebensgefühl der Schüler, das am Ende jeden Schuljahrs ein besonderes ist, wie der OB meinte. Aus seiner Zeit als Lehrer konnte Richard Reisinger das bestätigen und in die richtigen Worte fassen: "Ab heute gehört das Leben mir für sechs Wochen." Am Freitag fing diese Phase für etliche Hundert Schüler im Hocko an mit der schwungvollen School's out-Party, die hoffentlich noch viele Male Schule macht.
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