Auf den Spuren des Erfinders Joseph-Friedrich Schmidt
Mensch-ärgere-dich-nicht-Tour

SPD-Stadtverbandsvorsitzende Hannelore Zapf (links) ist auch Stadtführerin. Mit Bürgermeisterin Brigitte Netta (Fünfte von links) zeigte sie Interessenten das Geburtshaus des Spiele-Erfinders Joseph-Friedrich Schmidt. Bild: Weiß

Joseph-Friedrich Schmidt? Ein Name, mit dem man auf Anhieb nicht unbedingt etwas anfangen können muss. Seine Erfindung aber kennt jeder - das "Mensch ärgere dich nicht"-Spiel. Die SPD erinnert an den gebürtigen Amberger, der im November 145 Jahre alt geworden wäre.

Amberg. (tk) Anlässlich des Geburtstags von Joseph-Friedrich Schmidt trafen sich Freunde des Spiels laut einer Presse-Info und begaben sich auf einen Rundgang durch die Stadt - auf den Spuren des Spiele-Erfinders. Am 24. November 1871 erblickte Joseph-Friedrich Schmidt in einem Haus in der Georgenstraße das Licht der Welt. Das Gebäude war auch der Ausgangspunkt eines Rundgangs, den SPD-Stadträtin und Stadtführerin Hannelore Zapf in Zusammenarbeit mit dem Archivleiter Dr. Johannes Laschinger entwickelt hat.

Sieben Jahre in Amberg


Der kleine Joseph wurde in einer Zeit der großen Veränderungen geboren. Er verbrachte laut Stadtarchiv seine ersten sieben Lebensjahre in seiner Geburtsstadt. Teile der Amberger Stadtbefestigung und das fünfte Stadttor, das Neutor, wurden damals abgerissen. Die schönen Offiziersgebäude entlang des jetzigen Kaiser-Wilhelm-Rings sind entstanden. Den Ambergern wurde ihre Altstadt zu klein. Die neue Kaserne, sowie Industriebauten der Gebrüder Baumann und der Gewehrfabrik suchten sich Plätze jenseits der Stadtmauer.

Die Teilnehmer machten eine kleine Zeitreise in die ersten Lebensjahre des noch jungen Erfinders. Station um Station hat Hannelore Zapf erlebbar und nachvollziehbar gemacht. Endpunkt dieser Führung war das neue Spielfeld beim ACC. Bürgermeisterin Brigitte Netta machte die Interessenten mit den Nutzungsbedingungen für dieses Spiel vertraut. Wie zu erfahren war, wird dieser Rundgang ab der nächsten Saison als weitere städtische Themenführung angeboten. "145 Jahre nach seiner Geburt hat Joseph-Friedrich Schmidt seinen Platz in der Öffentlichkeit wiedergefunden", schreibt Dieter Weiß vom Medienteam des SPD-Stadtverbandes. Die Gedenktafel am Geburtshaus und das Spielfeld erinnern an Schmidt.

Amberger Edition


Der Rundgang sei "ein weiterer Mosaikstein in der neu entstandenen Erinnerungskultur an den großen Sohn unserer Stadt". Außerdem sei eine Amberg-Edition des weltweit beliebten Brettspiels in Vorbereitung.
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