Aus der Oberpfalz gesehen
Eine Erkundungstour durch die Mondlandschaft

Amberg/Weiden. Noch vor einem Jahrhundert beflügelte die Oberfläche des Mondes die Fantasie der Menschen. Spätestens seit Nasa-Astronauten dort im Auto herumkutschierten und Golfbälle abschlugen, ist die Illusion der Nüchternheit gewichen. Gleichwohl bleibt die Beobachtung des Erdtrabanten eine spannende Angelegenheit, und ein Blick in die Kraterlandschaft mit hoher Vergrößerung ist ein Höhepunkt jedes Sternwartenbesuchs.

Prof. Dr. Matthias Mändl von der Volkssternwarte Amberg-Ursensollenfotografierte einen Teil der Mondoberfläche mit einer astromodifizierten Sony alpha 7s. Er schreibt dazu: "Ganz links ist der mächtige Krater Copernicus mit seinem weitläufigen Strahlenkranz aus Auswurfmaterial zu sehen. Links oberhalb der Bildmitte zeichnet sich der 220 Kilometer lange Grabenbruch der Hyginus-Rille ab. Aus dem Gewirr von großen und kleinen Kratern heben sich die dunklen Mondmaria ab, die das auch mit bloßem Auge sichtbare ,Mondgesicht' bilden. Die kraterarmen Maria sind vulkanisch gebildete Tiefländer, in denen die Lava erst nach dem letzten großen Bombardement des Mondes durch Asteroiden erstarrt ist. Im Mare Tranquilitatis, rechts von der Bildmitte, fand etwas oberhalb des winzigen, fast weißen Kraters Moltke am unteren Rand die erste Mondlandung von Apollo 11 statt."

Bild: Prof. Dr. Matthias Mändl
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