Erasmus-Gymnasium erbt Nachlass – Abitur 1935
Schule im Testament

Am Erasmus-Gymnasium herrscht Freude über den Nachlass aus Regensburg. Hinten von links: Wolfgang Rau, Christina Schleicher, Irene Grünauer und Peter Moosburger. Vorne: Peter Seidl, Jürgen Kohl und Eva-Maria Kohl, die Witwe des Verstorbenen, der dem EG Bücher hinterlassen hat. Bild: htl

Bevor Gerward Kohl vor kurzem in Regensburg im biblischen Alter von 100 Jahren verstarb, wünschte er ausdrücklich, dass ein Teil seiner umfangreichen Bibliothek mit Werkausgaben lateinischer und griechischer Autoren dem Erasmus-Gymnasium vermacht werden soll. Dort hatte er 1935 Abitur gemacht, und die Treue und Dankbarkeit zu seiner alten Alma Mater hatte er sich bis ins hohe Alter bewahrt.

Gerward Kohls Witwe, selbst schon 93 Jahre alt, und Sohn Jürgen, der dazu eigens aus Kiefersfelden angereist war, übergaben die Bücher der Schule und erfüllten damit den letzten Willen des Verstorbenen. Direktor Peter Seidl und das Lehrerkollegium der altsprachlichen Fachschaft nahmen den Nachlass entgegen, der nach Einschätzung der Pädagogen einen hohen ideellen und auch materiellen Wert hat. Im Anschluss durften die Gäste bei einer Lateinstunde des Jahres 2016 dabei sein. Sie staunten laut einer Pressemitteilung über die Veränderungen, die sich in der Unterrichtsmethodik, bei den Schulbüchern und den Unterrichtsmedien vollzogen haben seit der Zeit, als Gerward Kohl noch die Schulbank des Humanistischen Gymnasiums Amberg drückte. Zu guter Letzt führte Seidl den Besuch durch die Stadt, in der der Vater beziehungsweise Ehemann seine Jugend verbrachte.
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