Fast 900 Teilnehmer bei Volkswandertagen
Wanderstiefel statt Pokémons

Schirmherr Harald Schwartz und Vorsitzender Sigurd Schmidt (hinten von links) zeichneten die teilnehmerstärksten Vereine aus. Für diese nahmen (vorne von links) Felix Fischer (Wanderfreunde Hirschau), Grete Lades (TuS Winklhaid), Johann Augsberger (DJK Ursensollen) und Alfons Dobmann (Wanderfreunde Grafenwöhr) die Präsente in Empfang. Bild: Steinbacher

Der herrliche Spätsommer lockte zahlreiche Wanderer auf die Strecke - sie marschierten von der Schule in Ammersricht aus los. Der Wander- und Volkssportverein hatte dieses Erlebnis möglich gemacht mit den 47. Volkswandertagen.

In den Tagen vorher hatte Wanderwart Gerhard Lang die drei Strecken erkundet und Touren für 5, 10 und 15 Kilometer ausgesucht. Auch der Startplatz, die Turnhalle der Ammersrichter Schule, musste hergerichtet werden. Am Samstag trafen um 8 Uhr bereits die ersten Wanderer ein und marschierten los. Anfangs war es noch etwas frisch und nebelig, aber später wurde es ein herrlicher Spätsommertag - es herrschte ausgezeichnetes Wanderwetter.

Auch am Sonntag meinte es das Wetter gut mit den Teilnehmern. Die meisten Wanderer zeigten sich begeistert von der gut markierten Strecke. Unterwegs und am Ziel bekamen sie kostenlose Brühe sowie weitere Verpflegung gegen Bezahlung. Am Ende waren alle, Wanderer und Verein, sehr zufrieden.

Am Sonntag überreichte Vorsitzender Sigurd Schmidt zusammen mit Landtagsabgeordnetem Dr. Harald Schwartz den fünf teilnehmerstärksten Gruppen die Ehrenpreise. Schwartz hob die Bedeutung des Wanderns in einer Zeit von Internet, Smartphone und Pokémon hervor. Die Bewegung in der freien Natur und die Schönheiten der Oberpfälzer Heimat seien es wert, besonders erwähnt zu werden.

Bei der Siegerehrung wurden die Wandersparte der DJK Ursensollen, die Wanderfreunde aus Hirschau und Grafenwöhr, der Wanderverein Pfalzgraf aus Neunburg vorm Wald sowie der TSV Wandern Winkelhaid ausgezeichnet. Sigurd Schmidt dankte den Vereinen für die Teilnahme und den an der Organisation Beteiligten für die Mitarbeit. Wenn auch die Volkswanderungen leicht zurückgehende Teilnehmerzahlen aufweisen, so sollte der Verein doch weiter daran festhalten, meinte er. So hätten auch weniger geübte Wanderer die Möglichkeit, ohne großes Kartenstudium auf einem sicheren Rundkurs geführt zu werden. Auch die Streckenlängen mit 5, 10 und 15 Kilometer ermöglichten eine persönliche Gestaltung des Wanderverhaltens. Der Wander- und Volkssportverein bietet seit 1973 diese Möglichkeiten an.

Drei Strecken zur AuswahlDie Fünf-Kilometer-Strecke war gut geeignet für Anfänger. Ohne große Höhenunterschiede erreichten diejenigen, die sich dafür entschieden hatten, nach einer guten Stunde wieder das Ziel. Gewandert wurde von der Ammersrichter Schule nach Neubernricht und zurück.

Auch bei den zehn Kilometern gab es keine großen Höhenunterschiede. Über Neubernricht ging es nach Ursulapoppenricht und fast hinauf bis Höhengau. Auf der Rot-Kreuz-Markierung marschierten die Leute nach Bernricht und fädelten in Kienlohe wieder auf die Fünf-Kilometer-Strecke ein. Geübte Wanderer schafften diese Tour in zwei Stunden. Sehr viele Teilnehmer entschiedenen sich für die 15 Kilometer und marschierten von Ursulapoppenricht weiter nach Mimbach. Der Wanderweg führte durch die "Kehl", an der Kehlkapelle vorbei und mündete westlich von Höhengau in die Zehn-Kilometer-Strecke nach Bernricht. Von dort aus ging es über Kienlohe, Neubernricht nach Ammersricht.

An den beiden Volkswandertagen, die der Wander- und Volkssportverein organisiert hatte, nahmen fast 900 Leute aus 40 Vereinen sowie Einzelwanderer teil.


Wanderer unterwegsDer Wander- und Volkssportverein bietet am Sonntag, 9 Oktober, eine Fahrt nach Creglingen und Rothenburg ob der Tauber an. In Creglingen werden das Fingerhutmuseum und die Herrgottskirche (jeweils mit Führung) besucht. In Rothenburg unternimmt die Gruppe eine Stadtführung. Für Fahrt und Eintritt beziehungsweise Führungen zahlen Nichtmitglieder 25 Euro. Anmeldung nimmt Sigurd Schmidt, 1 58 54, entgegen.
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