Hans Moser macht beim deutsch-amerikanischen Freundschaftsclub vorerst weiter
Nachfolger verzweifelt gesucht

Der deutsch-amerikanische Freundschaftsclub Kontakt wird von Gemeinschaft und Zusammenhalt geprägt. Zahlreiche gesellschaftliche und kulturelle Aktionen belegen dies. Doch bei der turnusmäßigen Neuwahl der Vorstands zeigte sich die Kehrseite der Medaille des Vereins, dem es an amerikanischen Mitgliedern und vor allem an jüngeren Leuten fehlt. Die Folge daraus: Das Amt des Präsidenten konnte nicht neu besetzt werden. Für ein halbes Jahr wird der bisherige Vorsitzende Hans Moser den Club nun kommissarisch weiterführen.

Moser sah es bei der Jahreshauptversammlung als seine Pflicht an, die fast vollständig erschienenen Mitglieder über die Situation zu informieren. Nach dem Abzug zweier Amerikaner in die USA zähle der Verein derzeit rund 50 Mitglieder: "Das ist für einen deutsch-amerikanischen Verein in einer Stadt ohne stationierte Soldaten eine verhältnismäßige große Zahl." Im Vergleich zu anderen Städten stünden die Amberger hervorragend da. Das liege auch an den vielen Veranstaltungen, die zu jeder Jahreszeit angeboten werden, darunter der monatliche Bingo-Abend.

Der hohe Stellenwert zeige sich auch jedes Jahr, wenn hochrangige US-Militärs mit den Kontaktern Thanksgiving feiern. Es gebe eben aber auch Nachteile: "Wir haben im Augenblick keine amerikanischen Mitglieder mehr. Es wird aber auch immer schwieriger, welche für den Verein zu gewinnen. Zudem haben wir keine jungen Mitglieder, da die jungen amerikanischen Soldaten fehlen und somit auch die jungen Deutschen als Mitglieder."

Der Vorsitzende betonte aber, dass die Anbindung an Grafenwöhr und Vilseck der Grundstock sei und das auch bleibe. Eine erfreuliche Nachricht hatte Hans Moser noch als Vorstandsmitglied des Bundes Deutsch- Amerikanischer Freundschaft zu vermelden: Der Dachverband habe die 30-Jahr-Feier der Amberger mit 300 Euro und das Fest an Thanksgiving mit 80 Euro bezuschusst.

Hans Moser ehrte während der Versammlung Erna Attenberger-Schudnagis und Vereinsmusikant Hans Sturm für besondere Verdienste mit jeweils einer Urkunde.

Bei den Wahlen wiederholte Moser seine Absicht, nicht wieder kandidieren zu wollen. Ein Nachfolger war an diesem Abend aber nicht in Sicht. Der bisherige Vorsitzende erklärte sich aber dazu bereit, den Verein für ein halbes Jahr kommissarisch weiterzuleiten. "Die monatlichen Aktivitäten gehen weiter, jedoch in etwas abgespeckter Form, was konkret heißt, dass nur der monatliche Bingo-Abend und eine weitere Aktivität pro Monat angeboten werden", informierte Hans Moser.
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