Jordanschützen suchen neue Nitglieder
Engagiert und am besten jung

Für ihre jahrzehntelange Treue und Verdienste ehrten Schützenmeisterin Evelyn Pittroff (links) und Oberschützenmeister Norbert Schmidt (rechts) Leopold Sassin, Anton Hüttner und Agnes Rückerl. Bilder: ion (2)
 
Vom Chef zum Vize: Otto Held (rechts) übergibt die Leitung der Jugendabteilung an Leopold Sassin.

Bei der Hauptversammlung der SG Amberg 1890 zog Oberschützenmeister Norbert Schmidt im 125. Jahr nach der Vereinsgründung eine insgesamt positive Bilanz. Doch in seinem Rückblick sparte er nicht mit Kritik. Aber nicht an den eigenen Jordanschützen, wie sie im Volksmund heißen.

Amberg. (ion) Wie in jedem Jahr betrachtete Norbert Schmidt zunächst die Mitgliederstatistik mit kritischem Blick. Er bewertete es positiv, dass es gelungen sei, die Jugendarbeit unter der Regie von Otto Held und Leopold Sassin zu intensivieren und die derzeit sechs aktiven Jugendlichen in das Vereinsleben zu integrieren.

Unbefriedigend sei dagegen, dass der Mitgliederstand stagniere und die Altersstruktur den Verein seit Jahren vor große Herausforderungen stellt. Schmidt: "Es fehlen tatkräftige, interessierte und dynamische Mitglieder im jungen Erwachsenen- und mittleren Alter, auf deren sportliche Ergebnisse und allgemeine Leistungsbereitschaft die Zukunft aufgebaut werden kann." Es gebe daher keinen Grund, sich bequem zurückzulehnen. Schmidt rief alle Mitglieder dazu auf, die Werbetrommel zu rühren, um den Verein auch weiterhin auf eine solide Basis zu stellen.

Im Zeichen des Jubiläums


Der Oberschützenmeister ging auch auf die sportlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten ein, die ganz im Zeichen der 125-Jahr-Feier standen. Schmidt bescheinigte den Schützen bei internen und externen Wettkämpfen wieder gute Leistungen. Am meisten beeindruckt habe ihn die Einsatzfreude bei der Organisation des Festschießens zum Jubiläum. Er sei sehr stolz auf seine Mannschaft. Diesen Eindruck hätten auch Franz Brunner, Präsident des Oberpfälzer Schützenbundes, Oberbürgermeister Michael Cerny und Gauschützenmeister Heiner Fraunholz gewonnen. Schmidt verschwieg nicht, dass er von der Solidarität einiger Schützenvereine maßlos enttäuscht gewesen sei, "denen unser Jubiläum weder die Teilnahme an den Wettkämpfen noch die Teilnahme an den Feierlichkeiten wert gewesen" sei. Umso mehr sei er von der Beteiligung an den eigenen Veranstaltungen begeistert gewesen, wie das Bockbierfest, die Vatertagswanderung und die Plättenfahrt. Sportleiter Thomas Singer verwies auf das gestiegene Interesse an den vereinsinternen Wettbewerben. Zum Teil habe es beachtliche Schießergebnissen gegeben. Beispiele: Tanja Hierls 10,0- Teiler auf Glück beim Königsschießen, die 98 Ringe auf Meister durch Thomas Singer und der 7,4- Teiler auf Glück durch Wolfgang Zippe beim Weihnachtsschießen. Hervorzuheben seien auch der 11,7-Teiler von Christian Amberger auf der Glücksscheibe und die 92,1 Ringe von Michelle Amberger auf Meister bei den Jugendlichen.

Bei der Meisterschaft des Amberger Schützengaus kam die Seniorenmannschaft ebenso auf den 2. Platz wie Marion Schneider in der Luftpistolen-Altersklasse der Frauen. Auch bei den Rundenwettkämpfen habe es starke Leistungen gegeben. Erste Plätze gab es jeweils in der Breitensportklasse der Frauen und Männer. Agnes Rückerl, stellvertretende Damenleiterin, ging auf die Aktivitäten der Frauen ein. Sie stellte die Neuauflage des Damenpokalschießens noch für dieses Jahr in Aussicht. Schatzmeister Rudolf Pittroff erwähnte den Kauf eines Jugendgewehrs und einer Auswertungsmaschine. Finanziell gehe es dem Verein gut.

Neuer Jugendleiter


Auf der Tagesordnung stand noch die Wahl eines neuen Jugendleiters und dessen Stellvertreters. Diese Posten übernehmen künftig Leopold Sassin und der bisherige Jugendleiter Otto Held, der nun Vize ist.

EhrungenNorbert Schmidt nutzte den Abend, um Mitglieder zu ehren. Anton Hüttner ist seit 50 Jahren Mitglied. Agnes Rückerl und Elke Auer erhielten für 40 Jahre im Verein beziehungsweise im Oberpfälzer und Deutschen Schützenbund Urkunden und Ehrenabzeichen. Zudem wurde Leopold Sassin für seine Verdienste um die Jugendarbeit geehrt. (ion)
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