Michaeli-Dult im Endspurt
Sonnige Aussichten

Ein Prost auf die restlichen Dult-Tage - dafür setzte sich Bräu Reinhold Kummert sogar in die Kutsche des Kinderkarussells. Bild: Steinbacher

Rundum zufrieden: Das sind die Schausteller bislang mit der Dult. Und sie hoffen, dass dies so bleiben wird. Die Wetter-Prognosen sind gut, der Endspurt kann kommen.

Nur zufriedene Gesichter gab es beim traditionellen Frühschoppen der Schausteller am Donnerstagvormittag. Im Stenogramm-Stil ging Gerd Donhauser, Vorsitzender des Schausteller-Verbandes Amberg-Weiden, die bisherigen Tage durch. Am Freitag war Eröffnung, am Samstag war das Wetter schön, am Sonntag waren viele Leute da, Montag und Dienstag waren erfahrungsgemäß die Sauren-Gurken-Tage, der Kindertag am Mittwoch war sehr gut besucht.

Am Donnerstag hatten die Schausteller unter dem Motto "Von uns, für euch" 50 benachteiligte Familien auf die Michaeli-Dult eingeladen und ihnen jeweils zehn Freikarten, ein Essen und ein Getränk spendiert. "Das ist für diese Familien immer ein sehr schöner Tag", so Donhauser. Optimistisch blickte er auf die restlichen Tage, denn erst am Feiertag, 3. Oktober, endet die Dult. Heute, zum Feuerwerk, werde "der Laden voll" sein, Samstag, Sonntag ("Da kommen die Leute nach dem verkaufsoffenen Sonntag in der Stadt noch zu uns") und Montag würden Selbstläufer.

"Bei uns hat keiner Depressionen gekriegt, wie auf der Wiesn", sagte Donhauser und spielte auf die Klagen der Wirte beim Münchner Oktoberfest an. Auf eine weiterhin schöne Dult stießen alle mit Festbier an.

Noch bis MontagVon einer "bisher erfolgreichen Dult" sprach Oberbürgermeister Michael Cerny beim Schausteller-Frühschoppen. Dies sei dem Zusammenspiel vieler zu verdanken: den Schaustellern, die mit ihren Fahrbetrieben die Zugpferde sind, dem ACC als Organisator, der Polizei, die für die Sicherheit sorgt, dem Festwirt und dem Bräu. "Unsere Dult ist für jedermann", betonte Cerny und zählte auf: für Familien, für Nachtschwärmer, für die Oma mit dem Enkel. "Und wenn die Sonne lacht, dann lachen auch die Schausteller", meinte er.

Dult-Stadträtin Simone Böhm-Donhauser wünschte den Fieranten noch ein gutes Geschäft. Ganz schlimm sei es, wenn man in seinem Stand stehe und auf Kunden warten müsse. "Das ist wirklich deprimierend, wenn niemand kommt", erklärte sie. Aus polizeilicher Sicht war die Dult bislang absolut ruhig. Johann Hiltl von der Polizeiinspektion Amberg berichtete lediglich von einem Vorfall: "Am Samstag ist es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen." Alle lobten, dass die Ordnungshüter Präsenz zeigen und vorbeugen. Zufrieden mit dem Dult-Verlauf waren auch Bräu Reinhold Kummert und Festwirt Josef Hirsch.

Die Dult geht dieses Jahr in die Verlängerung, denn sie endet erst am Montag, 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit). 2017 wird sie sogar noch einen Tag länger - da fällt der Feiertag nämlich auf einen Dienstag. "Da gibt es dann zusätzlich zwei Dult-Tage", erklärte Schausteller-Vorsitzender Gerd Donhauser. OB Michael Cerny erklärte einen Beschluss des Stadtrates: Falle der 3. Oktober auf einen Montag oder Dienstag, würden die jeweiligen Tage noch dazugenommen. (san)
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