Mitgliederversammlung des BRK-Kreisverbandes
Fast eine Million Stunden

Ehrungen und Verabschiedungen (von links): Bernhard Fleischmann, Christine Fleischmann, Erwin Gräml, Gerhard Lödel, Gudrun Pickel, Oliver Mignon, Günther Himmelhuber und Alt-OB Wolfgang Dandorfer.
 
Viele bekannte Gesichter im Vorstand des BRK (von links): Björn Heinrich, Ulrike Jakob, Alfons Ostler, Michael Schmid, Dr. Christian Wolf, Dr. Michael Scherer, Hubert Sperber, Landrat Richard Reisinger, Vorsitzender Gerd Geismann, Daniel Weidner, Gerhard Frind, Dieter Hauenstein, Tanja Popp und Julian Stefandl. Bilder: gf (2)

Zufrieden mit den Zahlen und der in den vergangenen vier Jahren geleisteten Arbeit zeigte sich Gerd Geismann, Vorsitzender des BRK-Kreisverbandes, bei der Mitgliederversammlung: 500 000 dokumentierte ehrenamtliche Stunden, die von etwa 15 000 Mitgliedern geleistet worden seien, sprächen für sich.

Amberg. (gfr) Per Videobotschaft ließ BRK-Präsident Theo Zeller wissen, dass das Rote Kreuz in Deutschland der führende Verband für den Rettungsdienst sei - in Bayern kämen noch Berg- und Wasserwacht hinzu. Die Arbeit, die dort ehrenamtlich geleistet werde, könne nicht hoch genug eingestuft werden.

Seit vier Jahren ist Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich im Amt. Er habe in dieser Zeit die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit haupt- und ehrenamtlichen Kräften zu schätzen gelernt. Der Kreisverband müsste bis zu 170 Festangestellte beschäftigen, gäbe es nicht die Ehrenamtlichen. An Bescheidenheit mangelte es Kreisvorsitzendem Gerd Geismann beim Rückblick auf die vergangenen vier Jahre nicht, denn: "Wir tun Gutes, und darüber dürfen wir natürlich auch reden." Auf die personelle Stärke sei er stolz, sagte Geismann, denn mit etwa 15 000 Mitgliedern, davon gut 2300 Aktive, sei das Rote Kreuz der größte Verband in der Region.

Gut eine Million Stunden


Höchste Anerkennung müsse man den Ehrenamtlichen zollen, die über 500 000 Stunden geleistet hätten. Das sei dokumentiert. Tatsächlich seien es wohl eher gut eine Million Stunden. Der hauptamtliche Dienst sei nicht wegzudenken, denn das BRK stelle hier fast flächendeckend den Rettungsdienst und komme auf gut 27 000 Einsätze pro Jahr. Das Rote Kreuz betreibe in der Region zudem vier Senioren- und Pflegeheime mit insgesamt 250 Plätzen, zudem sechs Betreuungseinrichtungen für mehr als 150 Kinder bis zu sechs Jahren.

Das Essen auf Rädern und der Hausnotruf ermöglichten mehreren Hundert älteren Bürgern ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Die neue Rettungshundestaffel nehme eine positive Entwicklung. Geismann erinnerte an einige größere Jubiläen, etwa die Rotkreuznacht anlässlich der 150 Jahre Deutsches Rotes Kreuz, an 40 Jahre Wasserwacht Vilstal-Kümmersbruck, an 50 Jahre Wasserwacht Königstein sowie an 20 Jahre Seniorenheime Hirschau und Rieden. Vier Kinderbetreuungseinrichtungen seien aufgebaut worden, zwei in Amberg und je eine in Ursensollen und Kainsricht. In Kastl und Hirschau gebe es nun auch Rettungsdienststandorte. Als Besonderheiten nannte Geismann die Hochwassereinsätze in Rosenheim, Passau, Deggendorf und Simbach, den G7-Gipfel in Elmau, das Zugunglück in Freihung-Sand sowie die Betreuung von Flüchtlingen. Der Kreisverband habe zudem in Regensburg und Augsburg geholfen, als dort Fliegerbomben entschärft wurden.

Bei G.O.N.D. an Grenze


Routine habe das Rote Kreuz mittlerweile beim Landkreislauf. Nur bei einer einzigen Veranstaltung stießen die Helfer an ihre Grenzen: Wenn das G.O.N.D.-Festival in Rieden ansteht. Seit 2014 organisiere der Kreisverband die Umsteigehilfe am Amberger Bahnhof. An gut 200 Tagen werde zudem der Dauersanitätsdienst im Pferdesportzentrum Kreuth gestellt.

Auf ein positives Betriebsergebnis wies Schatzmeister Gerhard Frind hin, aber das sei nur zu erzielen gewesen, weil defizitäre Geschäftsfelder wie Behindertenfahrdienst und die Wachkomastation in Hirschau eingestellt worden seien. Der größte Kostenblock mit fast 40 Millionen Euro sei im Berichtszeitraum den Personalaufwendungen zuzuordnen. Tarifliche Lohnsteigerungen und Neueinstellungen hätten dazu geführt, dass dieser Posten von 2012 mit mehr als neun Millionen bis 2015 auf über zehn Millionen Euro gestiegen sei. Die Zahl der hauptamtlichen Mitarbeiter sei in diesem Zeitraum von 323 auf 356 geklettert. Neue Geschäftsfelder seien die Kinderkrippen "Marienkäfer" am Klinikum St. Marien und "Mäuseland" neben dem BRK-Zentrum in Amberg, die Krippe "Regenbogen" in Ursensollen und der Waldkindergarten in Kainsricht. Ab März 2016 sei für ein Jahr eine Flüchtlings-Notunterkunft auf dem Gelände des früheren Bundeswehrkrankenhauses betrieben worden, die nun der Regierung der Oberpfalz übergeben wurde. Dafür unterhalte das BRK in Amberg eine dezentrale Wohngruppe für Flüchtlinge.

VorstandVorsitzender: Gerd Geismann Stellvertreter: Landrat Richard Reisinger und Ambergs OB Michael Cerny Chefärzte: Dr. Michael Scherer und Dr. Christian Wolf Schatzmeister: Gerhard Frind und Daniel Weidner Justiziar: Dr. Stephan Täschner Jugendleiter: Tanja Popp und Julian Stefandl Technischer Leiter Wasserwacht: Alfons Ostler Kreisgeschäftsführer Björn Heinrich Stellvertreterin: Sabine Bogner Bergwacht: Hubert Sperber Kreisbereitschaftsleiter: Dieter Hauenstein, Ulrike Jakob (gfr)


EhrungenFür ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement im BRK-Kreisverband Amberg-Sulzbach wurden Christine und Bernhard Fleischmann , Erwin Gräml , Günther Himmelhuber und Gerhard Lödel geehrt. Ihre aktive Mitarbeit haben Wolfgang Dandorfer , Oliver Mignon und Gudrun Pickel beendet. (gfr)
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