Naherholungsgebiet Fuchsstein bekommt einen Infopunkt
Natur rückt in den Blick

Florian Haas (Untere Naturschutzbehörde), Thomas Blank (Grünamt), OB Michael Cerny und Landschaftspflegeverband-Geschäftsführer Richard Lehmeier stellten den künftigen Infopunkt an der Zufahrt von Speckmannshof zum ehemaligen Standortübungsgelände vor. Bild: gf


Künftig mit NaturschutzwächternLandschaftsarchitekt Thomas Blank hält die etwa 30 Parkplätze für gut bemessen. Einen Grillplatz werde es hier sicher nicht geben, betonte Oberbürgermeister Michael Cerny - über dieses Thema mache sich das Bauamt an anderen Plätzen Gedanken. Auch ein Spielplatz sei nicht geplant. Die hier weidenden Schafe kämen aber sicher genauso gut an wie die im Stadtkern stehenden Löwen.

Weitere Infos werde es zu den Themen Hirschwald, Wald, Holz und Streuobst geben, kündigte Blank an, außerdem Details zur Geschichte des ehemaligen Übungsplatzes und zu seinen Naturdenkmälern. Florian Haas von der Unteren Naturschutzbehörde wies auf die intensive Schafbeweidung hin: Ohne sie wäre das Areal wahrscheinlich längst verwildert. Richard Lehmeier, Geschäftsführer des Landschaftspflegeverbands, hob hervor, dass Ammerbachtal und Landschaftsschutzgebiet als Frischluftschneise für Amberg dienten. Mit ihrer Artenvielfalt, seltenen Tieren oder Pflanzen, böten sie einen hohen Erholungswert.

Umso bedauerlicher sei es, dass viele hier ihren Müll entsorgten: Sogar die Reste eines Zeltes seien schon gefunden worden. Zwei Naturschutzwächter seien künftig unterwegs, die zu Belehrungen oder Verwarnungen berechtigt seien und bei Uneinsichtigkeit oder groben Verstößen die Polizei einschalten. Dem Problem freilaufender Hunde werde man mit sechs auf dem Gelände verteilten Tafeln entgegentreten, betonte Blank. (gfr)

Hier wird es keinen Grillplatz geben. Und auch keinen Kinderspielplatz. Das Naherholungsgebiet Fuchsstein und Ammerbachtal hat andere Qualitäten. Auf die wird künftig ganz gezielt aufmerksam gemacht.

Oberbürgermeister Michael Cerny und Vertreter der beteiligten Stellen erläuterten Details bei einem Ortstermin am künftigen Standort eines Infopunktes für das Naherholungsgebiet. Für den allgemeinen Verkehr bleibt das ehemalige Standortübungsgelände auch künftig gesperrt. Ausnahmen sind für Pflegemaßnahmen an den zahlreichen Naturdenkmälern oder am Flugtag der Luftsportgruppe möglich.

Wer künftig von der Speckmannshofer Straße aus ins Naherholungsgebiet Fuchsstein fahren will, findet ein großzügiges Parkplatzangebot vor, dazu viele Infos über die seltene Fauna und Flora, die hier beheimatet ist. Nur hier wird es noch einige Sitzgelegenheiten geben - im übrigen Gelände nicht mehr. Am Infopunkt stehen auch einige "Schafe" - Symbole für die Beweidung mit Infos zu den hier gehaltenen Rassen, auch als Attraktion für Kinder. Kreisförmig werden die unterschiedlichen Areale angeordnet. Der vordere Bereich dient als Eingang zum Waldlehrpfad.

Für den Info-Pavillon werden Materialien aus dem Landschaftsschutzgebiet verwendet. Der Pavillon soll sich mit einer Dachbegrünung in die Umgebung integrieren und nicht nur Schutz vor schlechtem Wetter bieten. Genügend Platz ist vorhanden für Informationsposter zum Thema Biodiversität. Auch kindergerecht wird erklärt, was es hier alles zu entdecken gibt. Wer im Naherholungsgebiet die Augen offen hält, für den sind die Quizfragen ein Kinderspiel.
Wenn wir unser Hirnschmalz mehr nutzen würden, bräuchten wir wesentlich weniger Reglementierungen.OB Michael Cerny
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