Neue Hütte im Skigebiet Hochkönig
Zur Brotzeit bei den Grammers

Da steht sie in voller Pracht, "die Deantnerin" - die neue Hütte an der Bürglalmabfahrt in Dienten (Salzburger Land). Im Hintergrund das Hochkönig-Massiv. Bild: hfz
Freizeit
Amberg in der Oberpfalz
24.11.2016
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Der Einkehrschwung auf der Bürglalm-Abfahrt erhält in diesem Winter eine eindeutig Oberpfälzer Note. Stefanie und Florian Grammer aus Amberg haben in eine Hütte investiert, die in der Skiregion Hochkönig architektonisch Maßstäbe setzt.

Amberg/Dienten. In Dienten am Hochkönig liegt schon Schnee. Zu den künstlichen Eiskristallen hat sich in den vergangenen Tagen eine dicke Schicht natürlicher Flocken gesellt. Ab Samstag, 3. Dezember, surrt dann auch der Lift an der Bürglalm-Abfahrt - direkt an der neuen Skifahrer-Hütte vorbei, die Stefanie und Florian Grammer zusammen mit einem befreundeten österreichischen Ehepaar errichten ließen.

200 Plätze, 13 Angestellte


"Die Deantnerin" heißt das Bauwerk auf 1100 Höhenmetern. Und sie setzt Maßstäbe bei der Gestaltung. Ein Architekt aus der Region hat einen futuristischen Baukörper entwickelt, dessen Fensterfronten den Blick auf ein gigantisches Panorama freigeben. "Die Gäste haben einen wunderschönen Blick auf das Hochkönig-Massiv", schwärmt Florian Grammer. Vor allem Sichtbeton ist beim Bau zum Einsatz gekommen, dazu viel Glas "und auch sehr viel Holz".

"Alpenländisch modern" nennen die Grammers den Stil, der das Bergrestaurant mit Bar, Lounge und Kamin prägt. Im April war Spatenstich. Eine Woche nach dem Start der Skisaison, am Freitag, 9. Dezember, öffnet "Die Deantnerin". Etwa 100 Leute finden drinnen Platz, noch einmal genauso viele bei schönem Wetter auf der Terrasse. Das Ehepaar Grammer hält sich aus der Bewirtschaftung heraus. "Wir haben einen Geschäftsführer, der sich um den Betrieb kümmert", erklärt Stefanie Grammer. Die Gaststätte beschäftigt 13 Leute, darunter drei Köche.

Die Idee für das Projekt sei in vielen Gesprächen mit der befreundeten Familie Burgschwaiger entstanden. Die Geschäftspartner betreiben vor Ort eine Skischule. "Als wir vor zehn Jahren mit unseren Kindern dort Urlaub gemacht haben, kam der Kontakt zustande. Irgendwann wurde daraus Freundschaft", blickt Stefanie Grammer zurück. Die genaue Investitionssumme lässt sich das Ehepaar nicht entlocken, dass die Hütte aber ungefähr so viel kostet wie der Neubau zweier hochwertiger Einfamilienhäuser "kommt ungefähr so hin", sagt Florian Grammer.

Leicht sei der Weg bis zur Realisierung nicht gewesen. Gerade für Bauprojekte in den Bergen gelten in Österreich rigide Vorschriften. Letztendlich aber habe das Votum der Gemeinde Dienten den Ausschlag gegeben. "Jede Kommune wägt da sehr genau ab." An der Bürglalm-Abfahrt habe es noch Bedarf für ein gastronomisches Angebot gegeben. Von der Hütte verspricht sich die Gemeinde eine deutliche Aufwertung des Skigebiets. Das Grundstück haben die Investoren langfristig von den Österreichischen Bundesforsten gepachtet.

Kaffee aus Amberg


Die Alpenrepublik ist ja bekannt für ihre Kaffeehaus-Kultur. Mit der "Deantnerin" bekommt die Wiener Melange im Salzburger Land eine Oberpfälzer Variante. Den Kaffee für die Hütte liefert exklusiv die Bavarian Roasting Company (Café Baroco) vom Amberger Viehmarkt.
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