Projekt Jugendgarten gedeiht
Gleich doppelt nachhaltig

Auszubildende des Forstbetriebs Burglengenfeld der Bayerischen Staatsforsten und junge Migranten arbeiten Hand in Hand, um das Areal des Jugendgartens einzuzäunen. Auch Ausbildungsmeister Jonas Hofmann (hinten links) packt beim interkulturellen Projekt mit an. Bild: Sandig

Ein Wohnwagen steht schon auf dem Areal. Und in einem kleinen Gewächshaus gedeihen die zarten Tomaten-Pflänzchen. Dass jetzt noch ein Zaun steht, ist jungen Forstwirt-Azubis zu verdanken.

Das Projekt Jugendgarten wächst und gedeiht. Die jungen Migranten, die sich um das Areal bei der Umweltscheune auf dem ehemaligen LGS-Gelände kümmern, waren in den vergangenen Wochen sehr fleißig. Sie legten ein Beet an und bauten ein kleines Gewächshaus, um darin Tomaten-Pflänzchen groß ziehen zu können. Unterstützung bekamen sie jetzt beim Zaunbau: Azubis der Bayerischen Staatsforsten halfen ihnen.

Zwei Tage lang waren die Auszubildenden und die jungen Flüchtlinge damit beschäftigt, den Zaun rund ums Gelände zu bauen. "Es war enorm unkompliziert", freut sich Oliver Endres, der das Projekt für den Jugendmigrationsdienst mit Sitz in Sulzbach-Rosenberg mitbetreut. Er habe das Anliegen kurz skizziert, dann hieß es sofort: "Das machen wir, da sind wir dabei."

Thomas Verron nickt. Er ist Leiter der Forstbetriebsstelle Burglengenfeld der Bayerischen Staatsforsten und jener, der sofort zusagte, das Vorhaben zu unterstützen. "Ich finde es klasse, wenn so ein gemeinschaftliches Projekt auf die Beine gestellt wird", sagt er anerkennend.

Hand in Hand und ziemlich flott läuft es beim Zaunbau. Die Pfähle, die in regelmäßigen Abständen in die Erde gerammt wurden, sind aus Lärchenholz. Und das hat durchaus seinen Grund. "Das ist ein dauerhaftes Holz", erklärt Verron. "Der Zaun soll schließlich nachhaltig sein." Zwischen den einzelnen Pfählen werden Fichtenstangen an Latten angeschraubt. Insgesamt kamen 600 dieser Stangen, die Hanikkl genannt werden, zum Einsatz. "Das ganze Holz wurde entrindet", erklärt Ausbildungsmeister Jonas Hofmann. "Das ist wesentlich dauerhafter."

Die jungen Leute schrauben fleißig die Hanikkl an die Latten, einen nach dem anderen. Bald ist es geschafft, nur noch wenige der Fichtenstangen liegen im Gras. Sieben Azubis, die drei Jahre lang den Beruf des Forstwirts erlernen, und die jungen Migranten arbeiten Hand in Hand, die Verständigung klappt mühelos. Auch Ausbildungsmeister Hofmann packt mit an.

Neben Endres und Verron begutachtet auch Bürgermeisterin Brigitte Netta das Werk der jungen Leute. Ihre Idee, alle, die am Zaun mitgebaut haben, könnten sich auf Fichtenstangen verewigen, wird sofort aufgenommen. Zum nächsten Treffen im Jugendgarten sollen Lötkolben mitgebracht werden. Für den Jugendgarten werden noch Gartengeräte, Pflanzen und Sträucher gesucht. Wer welche spenden will, kann sich beim CJD-Migrationsdienst in Sulzbach-Rosenberg dem (09661/9434) oder bei Projekt-Betreuerin Anna Weißmann (0151/40 63 96 85) melden.
Ich finde es toll, dass dieses Projekt initiiert worden ist.Thomas Verron
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