Regen beeinträchtigt 42. Altstadtfest
Rossini: "Absage war richtig"

War das nun ein verregnetes Altstadtfest? "Von wegen", sagt Josef Forster. Der Festwirt vom Marktplatz zeigte sich vollauf zufrieden - auch wenn er hin und wieder unter einen Schirm schlüpfen musste.

Gerade tröpfelt es wieder. Doch Josef Forster strahlt. Als verantwortlicher Veranstalter für den Marktplatz und den Schrannenplatz hatte er für den Samstag eigentlich große Bedenken: "Wir haben am Anfang mit allem rechnen müssen. Vorausgesagt war ja eine Regenwahrscheinlichkeit von 90 Prozent." Aber die Amberger hätten einfach eine besondere Beziehung zu ihrem Altstadtfest. "Rund um Amberg hat es geregnet, aber in der Stadt gab es nur ein paar Schauer."

Bisschen weniger Durst


Der große Besucheransturm habe sich wegen des Regengusses, der am Nachmittag niederging, zwar ein bisschen nach hinten verschoben, "aber am Marktplatz war eigentlich immer alles voll." Was natürlich nicht bedeutet, dass neue Umsatzrekorde verbucht werden können. "Dieses Jahr ist nicht so viel getrunken worden ", bilanziert Forster.

Aufatmen auch auf den anderen Plätzen. Eine "volle Hütte" verzeichneten am Samstagabend sowohl der Roßmarkt, als auch der Paradiesplatz und der Innenhof des Landratsamtes. "Gestern konnten wir wirklich zufrieden sein", erklärte Michael Heigl, verantwortlich für den Ausschank am Schrannenplatz. "Wir hatten gehofft, dass das Wetter hält. Das hat funktioniert. Das Rossini hat ja abgesagt." Der Schrannenplatz sei voll gewesen, berichtet Heigl. "Aber nicht ganz so voll, wie in den vergangenen Jahren."

Die Absage des Programms im Englischen Garten ist am Altstadtfest ein heiß diskutiertes Thema - vor allem, weil sich viele Besucher auf den Auftritt der Band Austria 7 sowie das Gastspiel der Raith-Schwestern gefreut hatten. Rossini-Wirt Gerhard Spangler bleibt bei seiner Einschätzung. "Es war richtig, dass wir einen Rückzieher gemacht haben", sagt er am Sonntagnachmittag. "Heute hat es schon drei mal geschüttet. Und das nächste Gewitter steht schon am Himmel."

Rossini bereut nichts


Spangler ist der einzige Festwirt, der für einen Großteil seiner Partyzone eine städtische Grünfläche nutzt. "Das ist ein sehr sensibles Thema", erklärt er. "Weil es sich um einen gepflegten Rasen handelt." Am Samstagabend sei es im Englischen Garten definitiv zu nass gewesen. Wegen möglicher Regressforderungen seitens der ausgeladenen Musiker muss sich Spangler keine Sorgen machen. "Weil die Thematik bekannt war, haben wir die Verträge von vornherein so flexibel gestaltet." Das bestätigt auch Susi Raith, eine der Volxmusik-Schwestern, die am Sonntag ihren Auftritt gehabt hätten. "Wir wäre sehr gerne nach Amberg gekommen", sagt die gebürtige Rodingerin. "Aber das war von Anfang an nur eine Option für den Fall, dass trockenes, schönes Wetter herrscht."

Die Amberger haben einfach eine besondere Beziehung zu ihrem Altstadtfest. Rund um Amberg hat es geregnet, aber in der Stadt gab es nur ein paar Schauer.Festwirt Josef Forster
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.