"Stillen Tag" nicht beachtet
An Allerheiligen zu laut gefeiert: Strafe

Abfeiern in der Disco? An den sogenannten "stillen Tagen" ist das nur eingeschränkt erlaubt. Symbolbild: dpa

Allerheiligen gehört wie der Volkstrauertag und sieben weitere Termine im Jahresverlauf zu den sogenannten stillen Feiertagen, an denen laut Gesetz „öffentliche Unterhaltungsveranstaltungen nur dann erlaubt sind, wenn der diesen Tagen entsprechende ernste Charakter gewahrt bleibt“. Entweder hat das ein Wirt in der Regensburger Straße nicht gewusst oder es war ihm egal.

Gegen 23.30 Uhr klingelte die Polizei an seiner Tür, weil „die Musikanlage so laut eingestellt war, dass man sie weit aus der Gaststätte hinaus hörte“. Die Beamten sorgten dafür, dass die Lautsprecher für den Rest des Feiertags – immerhin eine halbe Stunde – schwiegen. Den Verantwortlichen erwartet eine Anzeige wegen einer Ordnungswidrigkeit.

Zu den stillen Tagen gehören in Bayern: Aschermittwoch, Gründonnerstag, Karfreitag, Karsamstag, Allerheiligen, der zweite Sonntag vor dem ersten Advent als Volkstrauertag, der Totensonntag, Buß- und Bettag und der Heilige Abend. Der Schutz der stillen Tage beginnt laut Gesetz jeweils um 2 Uhr, am Karfreitag und am Karsamstag um 0 Uhr und am Heiligen Abend um 14 Uhr. Er endet jeweils um 24 Uhr.

Weitere Informationen gibt es unter www.sicherheitsrecht-bayern.de
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