Wachfest der Feuerwehr
Wetter lässt Retter nicht im Stich

So sieht sie aus, die neueste Errungenschaft der Feuerwehr. Der Wechsellader kostet 180 000 Euro. Der Freistaat beteiligt sich mit 80 000 Euro, den Rest bezahlt die Stadt. Pfarrerin Heidrun Bock und ihr Kollege Franz Meiler segneten das Fahrzeug, dessen Vorgänger nach 27 Jahren nicht mehr zeitgemäß und reparaturanfällig war. Bild: tk

Die Blicke gingen nach oben. Anfangs wegen der dunklen Wolken etwas sorgenvoll, später am Nachmittag ganz entspannt zur Drehleiter, die beim 36. Wachfest der Feuerwehr eine wunderbare Ansicht von oben bot.

Amberg. (tk) "Ich bin ja schon mal froh, dass es nicht schneit", scherzte Stadtbrandrat Bernhard Strobl am Vormittag bei der Eröffnung. Schnee gab's keinen, auch keinen Regen, dafür relativ angenehme Temperaturen und vor allem viel zu erleben.

Das neue Wechsellader-Fahrzeug zum Beispiel, das seinen 27 Jahre alten Vorgänger ablöst. "Die Ausstattung der Feuerwehr mit modernem Gerät stellt durchaus eine Notwendigkeit dar", rechtfertigte Strobl die 180 000-Euro-Investition, denn: "Es wird von uns als Feuerwehr als selbstverständlich erwartet, dass wir alle Schadenslagen in unserer technisierten Welt bewältigen." Wie es sich anfühlt, als Feuerwehrler im Einsatz zu sein, das interessierte in aller erster Linie wieder die jüngsten Besucher, die teilweise in ihrer (Faschings-)Uniform gekommen waren. Am Schießstätteweg war der gesamte Fuhrpark aufgereiht.

Die Kinder durften sich hinter das Lenkrad setzen, mit der Drehleiter in luftige Höhen oder mit den Rettern eine Runde um den Block drehen - Blaulicht inklusive. Die Eltern und Großeltern ließen sich zu den Klängen der Pirker Blechmusi das Bier, ein Steak, Bratwürste oder einen Dotsch schmecken, der "für alle Preißn" separat als Kartoffelpuffer angeboten wurde. Halle und Außengelände waren den ganzen Tag über optisch gefüllt, wenngleich freie Plätze nicht schwer zu finden waren. "Es ist ein schönes Zeichen, wenn die Feuerwehr alle Bürger einlädt, und dass die auch noch gerne kommen", sagte Oberbürgermeister Michael Cerny, der den Schlüssel für den Wechsellader dabei hatte. Bevor die Feuerwehr das neue Fahrzeug offiziell in Betrieb nah, schritten Pfarrerin Heidrun Bock und ihr Kollege Franz Meiler zur Segnung.

Der Pfarrer von St. Martin wäre nicht er selbst, hätte er nicht einen lockeren Spruch auf den Lippen gehabt. Als er einst mit ansehen musste, wie eine Frau ihr Auto nicht starten konnte, habe er mit der Bemerkung "Ich bin kein Kfz-Mechaniker" passen müssen. Als er einer zufällig vorbeikommenden Lehrerin gesagt hatte, dass ihre Latein- und Griechisch-Kenntnisse in diesem Fall auch nichts bringen würden, konterte die Pädagogin: "Beten aber auch nicht." Letztlich sei es die Feuerwehr gewesen, die geholfen habe.
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