Warten auf Pfifferling und Kiefern-Steinpilz
Momentan Flaute im Wald

Pfifferlinge - auch Eierschwammerln genannt - sind echte Farbtupfer auf dem Waldboden. Heuer allerdings machen sie sich rar. Archivbild: uax
Die Morchelzeit ist vorbei. Und wenn der Pilzesammler seine Mairitterlinge verputzt hat, muss er warten, bis die Eierschwammerln wachsen. Es sei denn, er findet Kiefern-Steinpilze. Dass momentan schwammerltechnisch ein bisserl eine Flaute im Wald herrscht, weiß der Experte: Pilzsachverständiger Herbert Baumanis aus Amberg.

Wann beginnt eigentlich die Schwammerl-Saison?

Herbert Baumanis (lacht): Am 1. Januar beginnt sie, am 31. Dezember endet sie. Denn es gibt ja in den Monaten Dezember und Januar auch Winterpilze. Für die Frühjahrspilze war bislang ein exzellentes Jahr. Ich habe noch nie so viele Morcheln gefunden wie heuer. Die ersten Mairitterlinge habe ich auch schon gesehen, vereinzelt gibt es auch Hexenröhrlinge. Ist deren Zeit dann vorbei, muss man warten, bis es Mitte Juni mit den Pfifferlingen weitergeht.

Welche Pilze kommen jetzt der Reihe nach?

Herbert Baumanis: Das sind erst einmal die Mairitterlinge, dann ab Ende Mai der Kiefern-Steinpilz. Mitte Juni dürfte es dann die ersten Eierschwammerln geben. Aber das ist natürlich alles von der Witterung abhängig. Glaubt man den Spezialisten und den erfahrenen Pilzsuchern, dann ist es immer günstig, wenn es im Frühjahr viel regnet. Das war heuer der Fall. So viel hatte es schon lange nicht mehr in dieser Zeit geregnet.

Was darf auf keinen Fall passieren, wenn es eine gute Saison werden soll?

Herbert Baumanis: Ganz klar: Ein lange Trockenheit würde extrem schaden, das wäre fatal. Ich denke, es wird ein normales Schwammerl-Jahr werden, wobei der September und Oktober immer die Schwerpunkte sind. Das sind die artenreichsten Monate, in denen es praktisch alles an Speisepilzen gibt.
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