Wohnmobilisten müssen sich nicht mehr verstecken
Amberg schafft Platz für 16 Wohnmobile

Das Absperrband zu den Wohnmobil-Stellplätzen wurde am Freitag symbolisch durchschnitten (von links): Martin Schafbauer (Stadt Amberg), Regierungsamtsrat Heinrich May, CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann, Oberbürgermeister Michael Cerny, Stadtrat Ruppert Natter, SPD-Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth, Stellplatzbetreuer Heiner Horschelt, Martina Meixner (Tourismusamt) und Kulturreferent Wolfgang Dersch. Bild: gf

Er sei ein Top-Standort mit kurzem Weg zum Kurfürstenbad oder in die Amberger Altstadt: Das zeichne den neuen Wohnmobil-Stellplatz am Schießstätteweg aus, betonte Oberbürgermeister Michael Cerny am Freitag, als die Standplätze offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden.

Etwa 140 000 Euro hat die Stadt Amberg in die neuen Wohnmobil-Stellplätze investiert. Mit einem Anteil von über 60 Prozent förderte die Regierung der Oberpfalz diese Maßnahme. Gegenüber der Feuerwache wurden in einem eingezäunten, aber nicht abgeschlossenen Areal 16 Standplätze geschaffen, die früher bei der Integrierten Leitstelle regelrecht "versteckt" waren.

Oberbürgermeister Michael Cerny betonte, dass die Stellplätze hinter der Feuerwache kaum ausgereicht hätten und fast immer voll belegt gewesen seien. Leicht zu finden und gut anzufahren seien nun die neuen Abstellflächen, auf denen man sich als Wohnmobilist einfach wohlfühlen müsse. Wenn es den Fahrern hier gefällt, merkte der OB an, würden sie auch ihr Geld in Amberg ausgeben. Davon profitierten dann Gastronomie und Handel.

Der alte Standort habe alle über die Jahre hinweg genervt, merkte Heiner Horschelt an, der örtliche Betreuer der Stellplätze und Vorstandsmitglied des Wohnmobil-Clubs Oberpfalz. Nun aber könne man den neuen, "hervorragend gestalteten" Platz bundesweit beworben.

Eine große Tafel und Prospektmaterial informieren über Amberg sowie die Gastronomie- und Freizeitangebote in der Stadt. Auf rund 1200 Quadratmetern haben 16 Wohnmobile nun ausreichend Platz. Eine Nutzungsgebühr wird nicht erhoben, lediglich Strom und Wasser sind zu bezahlen. Schmutzwasser kann entsorgt werden.

Regierungsamtsrat Heinrich May von der Regierung der Oberpfalz meinte, dass für eine Stadt wie Amberg ein schönes Tourismusamt alleine nicht genügt, um Gäste anzulocken. Radwege müssten vorhanden sein, aber auch Stellplätze für Wohnmobile - und da sei Amberg jetzt gut aufgestellt.

Vor Jahrzehnten hätte man den Wohnmobilisten noch zugemutet, sich auf dem Parkplatz eines Discounters aufzuhalten, heute erwarte der immer größer werdende Kreis der Wohnmobilfahrer eine ausgezeichnete Infrastruktur mit Ver- und Entsorgung und darüber hinaus eine gut erkennbare Beschilderung zum Stellplatz.
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