4. Symposium im Kunstkombinat
Kunst kennt kein Limit

"Off limits" ist also das Thema. Da werden bei zwei Ambergern, Jahrgang 1968, in der Runde zur Vorstellung des 4. Künstlersymposiums des Kunstkombinats sofort Erinnerungen an manch durchtanzte Jugend-Nacht wach.

Damals galt "Off limits" bei manchen Amberger Discos für US-Soldaten: Sie mussten draußen bleiben. Hanna Regina Uber denkt bei den beiden englischen Worten eher an innere und äußere Grenzen. Schnell wird klar: Das Thema der zwölf Künstler, die Mitte August eine Woche miteinander arbeiten, ist wieder ein sehr ergiebiges, mit entsprechend viel Platz für eigene Interpretationen.

Mit neuem Verein


Räumlich bietet diesen Platz das Kunstkombinat, Ambergs kreative Hinterhof-Oase. Die hat seit kurzem eine neue Heimat. Nicht im wörtlichen Sinn, denn die Künstler und auch ihr Symposium logieren weiterhin in den ehemaligen Räumen von Beschläge Eckert, Neustift 47. Übertragen gesehen aber sind Kombinat und auch der befreundete Kunstverein A.K.T. umgezogen, unter das Dach des neu gegründeten Vereins Kulturstift, der als "e.V." nun die Räume betreut und verwaltet.

Unverändert ist die Idee des Künstlersymposiums: Es vereint für eine Sommer-Woche regionale Künstler, viele von ihnen Stammgäste, zumeist von Anfang an, aber auch mit einigen Gästen. Jeder von ihnen verleiht seinen Ideen zu einem gemeinsamen Überbegriff Ausdruck - in seiner Lieblingstechnik, oder auch mal auf ungewohntem Kunst-Terrain. Den Raum Amberg-Sulzbach vertreten Kurt Etzold, Heike Lepke, Marion Mack, Michaela Peter, Stefan Stock, Johann Sturcz, Marcus Trepesch, Hana Regina Uber, Erika Wakayama und Stefan Wolfsteiner. Sie haben sich als Gäste Anja Roehnelt-Kamm vom Ammersee und Marion Steger aus Deggendorf eingeladen.

Einfach reinkommen


Kunstinteressierten bieten sie die seltene Gelegenheit, die Entstehung neuer Werke mitzuverfolgen: Wer will, kann dazu einfach im Kunstkombinat vorbeikommen (von Sonntag bis Samstag, 14. bis 20. August, täglich von 16 bis 18 Uhr) - zum Gucken oder auch zum Plausch mit den Symposiums-Teilnehmern. Das ist nicht nur für die Zaungäste, sondern auch für die Künstler eine besondere Erfahrung. "Ich bin es eigentlich nicht gewohnt, dass mir jemand zuschaut", gesteht Marcus Trepesch. Aber auch der Austausch der Künstler untereinander, während sie arbeiten, ist sonst nicht deren Alltag.

Die ersten Ideen, die einige von ihnen im Vorgespräch andeuten, versprechen interessante Begegnungen - von Wolfsteiner-Aktionskunst zum Thema Aussperren bis hin zum größten Trepesch-Bild aller Zeiten und zu einem internationalen Brückenschlag ins südkoreanische Daegu, wo Hanna Regina Uber Ende August ausstellen wird. Die in der Symposium-Woche entstandenen Arbeiten präsentieren die Akteure dann auch ganz offiziell in einer Ausstellung mit Abschlussfest und DJ-Musik am Samstag, 20. August, um 19.30 Uhr.
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