Abiturientinnen aus Desenzano lernen Sprache im Austauschprogramm mit Wirtschaftsschule Amberg
Man spricht deutsch am Gardasee

Alba aus Desenzano arbeitet im Hotel Fronfeste ...
Alba (18) und Giulia (17) haben die Gelegenheit beim Schopf gepackt: Als die beiden Italienerinnen davon hörten, dass ihre Schule, das Istituto Bazoli-Polo (auf Deutsch: Tourismus- und Handelsakademie Bazoli-Polo) in Desenzano, ein Austauschprogramm mit der Städtischen Wirtschaftsschule in Amberg anbietet, haben sie gleich zugeschlagen. Sie meldeten sich an, um das zweiwöchige Praktikum in der Vilsstadt zu absolvieren.

Beide wollen nach ihrem Abitur, das sie voraussichtlich im kommenden Jahr in der Tasche haben, in der Tourismus-Branche arbeiten. Alba möchte studieren, Giulia wird wahrscheinlich erst eine Ausbildung anstreben. Die zwei jungen Frauen wollen zu Hause am Gardasee deutsche Gäste, die nach wie vor in Strömen kommen, so gut wie möglich bedienen können. Und zur Service-Qualität gehören nach ihrer Ansicht nun mal auch gute Deutschkenntnisse und Auslandserfahrung. Ihre beiden Chefs, Karsten Hunner vom Hotel Fronfeste und Konstantin Schatz vom Hotel Brunner, zeigen sich von den Kurzzeitpraktikantinnen begeistert. "Alba ist sehr wissbegierig", sagt Hunner. Von Anfang an habe sie ihre Tätigkeiten selbstständig ausgeführt und auch sehr viel vom notwendigen Gefühl für den Job mitgebracht. Am liebsten würde sie die Fronfeste gleich adoptieren.

Auch Giulia wird in höchsten Tönen gelobt: Sie sei eine "Top-Kraft", denn in einem großen Haus wie dem Hotel Brunner gebe es immer viel zu tun. Trotz anfänglicher Sprachbarriere habe sich die 17-Jährige fabelhaft geschlagen. "Nach einer Woche haben sich ihre Deutschkenntnisse schon so weit entwickelt, dass wir gar keine Witze mehr über sie machen konnten", lacht Konstantin Schatz.

Auch Brigitte Conchedda, die Leiterin der Wirtschaftsschule, freut sich über den Erfolg dieses Austauschprojekts: "Wir glauben, dass es in einem zusammenwachsenden Europa auch für unsere Schüler immer wichtiger wird, dass sie über transkulturelle Kenntnisse verfügen. Und das wollen wir mit unserer Partnerschule am Gardasee fördern." Beide, Alba und Giulia, wollen ihren Weg fortsetzen und vielleicht bald nach Amberg zurückkommen.
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