Absage für Buddhist: "Passt da einfach nicht rein"
Oma Ellas Trauerfeier beschäftigt Diözese

Die am 7. Januar 1910 geborene Eleonore Kastner feierte heuer im ACC ihren 105. Geburtstag mit internationalen Gästen. Viele davon reisen jetzt zur Beerdigung am Freitag und zur Trauerfeier am Samstag an. Archivbild: Hartl
Oma Ella sorgt auch nach ihrem Tod für Diskussionsstoff. Allerdings geht es nicht um die 105-Jährige selbst, die vor 23 Tagen verstarb, sondern um die Trauerfeier. Am Samstag, 11 Uhr, verabschieden sich Angehörige und Weggefährten in der Stadtpfarrkirche St. Georg von Eleonore Kastner. Dabei sollte ein Buddhist aus dem Königreich Bhutan in der Kirche ein Lied singen und einen Tanz aufführen.

Der Enkel der Verstorbenen, Günter Kastner, hatte diesen Wunsch nach einer kulturübergreifenden Abschiedszeremonie an Dekan Markus Brunner herangetragen. Der Geistliche bekam Zweifel. Er wandte sich an das Bischöfliche Ordinariat Regensburg. Sprecher Jakob Schötz: "Das Ordinariat teilte die Bedenken. Das Mitwirken des Buddhisten während des Requiems wurde untersagt. Es passt da einfach nicht rein", sagte der Bistumssprecher. Bei einem Requiem handle es sich um eine Zeremonie. Katholiken sollten durch buddhistische Elemente nicht "verschreckt" werden.

Schötz betonte: "Wir verschließen uns nicht der Ökumene." Aber ein Requiem beinhalte keine interreligiösen Elemente und habe ein vorgeschriebenes liturgisches Ritual. Es stehe aber frei, Gesang und Tänze vor der Kirche abzuhalten. "Dafür hätten wir bei schlechtem Wetter sogar das Pfarrheim zur Verfügung gestellt", sagte Schötz. Das ist allerdings zu diesem Zeitpunkt schon belegt, weshalb die Trauernden bei Regen in den Maltesersaal ausweichen.
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