Alexandra Völkl mit Chanson-Programm im Musikomm
Für den Kurzurlaub im Kopf

Die gebürtige Ambergerin Alexandra Völkl nimmt in ihrem Chanson-Programm "Du hast den Farbfilm vergessen!" das Publikum in ihrer Heimatstadt mit auf eine musikalische Reise um die Welt. Bild: Matthias Schäfer

Sie sieht nicht nur aus wie eine Diva, sie singt auch so: Alexandra Völkl kommt am Dienstag, 14. Februar, nach Amberg. Sie freut sich sehr, mit ihrem neuen Programm "Du hast den Farbfilm vergessen!" in ihrer Heimat gastieren zu dürfen.

Von Marielouise Scharf

Amberg. Diesmal hat sie eine Reise-Revue voller charmanter Chansons sowie spannender Erlebnisse rund um Reiselust und Reisefrust im Gepäck. Vorab beantwortete sie für die Leser unserer Zeitung Fragen dazu.

Frau Völkl, reisen Sie gerne und haben Sie selbst ein Sehnsuchtsland?

Alexandra Völkl: Ja, ich reise sehr gerne - wenngleich ich nicht zu den Menschen gehöre, die permanent an Fernweh und Reisefieber leiden. Aber ich finde es ganz wunderbar, immer wieder einmal die Alltagspfade zu verlassen und sich frischen Wind um die Nase wehen zu lassen - dazu genügt zuweilen auch ein Kurzurlaub oder ein schöner Tagesausflug.

Welches Land hat es Ihnen besonders angetan?

Mein Sehnsuchtsland ist Schweden, vor allem auf den Schäreninseln würde ich sehr gerne einmal Urlaub machen. Und als Sehnsuchtsstadt steht New York an erster Stelle - allerdings habe ich so viele Romane gelesen und so viele Filme gesehen, die in New York handeln, dass ich mir aus all diesen Versatzstücken mittlerweile ein regelrechtes Fantasie-New-York zusammengebastelt habe. Wie weit mein New York wohl mit der Wirklichkeit übereinstimmt? Diese spannende Frage werde ich tatsächlich nur durch eine Ortsbegehung klären können.

Was oder wer hat Sie zu Ihrem Programm inspiriert?

Die Initialzündung war das Lied "In dieser Stadt" von Hildegard Knef. Das Stück hat mich sofort angerührt und bewegt: Es geht dabei nicht um Fernweh, sondern - im Gegenteil - um Heimweh. Aber ich empfinde Fernweh und Heimweh als zwei Seiten einer Medaille, und genau diese Ambivalenz und vieles, was dazwischen liegt, habe ich in meine Reise-Revue gepackt.

Wie und womit halten Sie Ihre Reiseerinnerungen fest

In früheren Zeiten - man muss sich fast schon so museal ausdrücken, wenn man von Fotografie spricht - habe ich versucht, meine Reiseerinnerungen mit meinem Fotoapparat festzuhalten. Doch leider bin ich ein sehr lausiger Fotograf, und meine Bilder haben am Ende nie das widergespiegelt, was ich in dem Augenblick der Aufnahme empfunden und gesehen habe. Deshalb lasse ich die Hände von der Kamera und versuche, so viele wunderbare Urlaubsmomente wie nur möglich mit allen Sinnen im Moment zu genießen und ganz intensiv in mir aufzunehmen.

Stücke welche Künstler haben Sie beim Chanson-Abend im Gepäck?

Natürlich darf Hildegard Knef nicht fehlen, deren Lied "In dieser Stadt" mir ja erst den Anstoß für meine Reise-Revue gegeben hat. Außerdem werden unter anderem Kurt Tucholsky, Friedrich Hollaender, Helen Vita, Caterina Valente und Nina Hagen mitreisen. Auch Goethe, Fontane, Ringelnatz und andere weit gereiste Herren und Damen haben ein paar Wörtchen mitzureden.

Und was darf in Ihrem persönlichen Koffer niemals fehlen?

Mein persönlicher Reisekoffer muss einen riesengroßen Stapel Bücher enthalten, meine Wanderstiefel sowie - für gleichbleibend guten Kaffeegenuss - meine Mini-Kaffeemaschine sowie mindestens ein Kilogramm Bohnenkaffee aus meiner Nürnberger Haus- und Hof-Rösterei.

Das Programm"Du hast den Farbfilm vergessen!" ist eine rasante Reise-Revue rund um Fernweh und Heimweh. Mitwirkende sind Alexandra Völkl (Gesang und Schauspiel) und Budde Thiem (Piano). Beginn ist am Dienstag, 14. Februar, um 19.30 Uhr im Paulaner-Gemeindehaus am Paulanerplatz 13. Der Eintritt kostet im Vorverkauf zehn Euro (fünf mit Hörerausweis) und zwölf an der Abendkasse. Tickets gibt es in der Buchhandlung von Brigitte Müller in der Georgenstraße 43 (09621/91 55 73) und beim Evangelischen Bildungswerk (09621/496260), das mit der Katholischen Erwachsenenbildung auch als Veranstalter auftritt. (msf)


Alexandra VölklDie gebürtige Ambergerin hat verschiedene Chanson-Programme im Repertoire: "Sei mal verliebt!", "Wie einst Lili Marleen", "Davon geht die Welt nicht unter?", "Merci, mon ami" (Hommage an Zarah Leander), " Sie baden grade Ihre Hände drin!" (Frau Tillys Werbewunderwelt) und "Die Männer sind schon die Liebe wert!" Zudem gibt sie Führungen im Gewand der Agnes Dürer im Albrecht-Dürer-Haus Nürnberg oder sie wirkt beim Historischen Schlosstheater Nürnberg mit. Die bekanntesten Stücke heißen: "Feine Gesellschaft", "Fisimatenten oder: Napoleon ist an allem schuld" sowie "Bettler und Patrizier". (msf)
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