Alte Bulldogreifen im Luftmuseum
Vernissage des Chefs

Das Luftmuseum ist eine Institution, und das seit mittlerweile zehn Jahren. Das liegt nicht zuletzt daran, dass Luftmuseums-Gründer Wilhelm Koch über das verfügt, was man einen langen Atem nennt. Der Willi ist tatsächlich sehr geduldig und enorm frustrationstolerant. Und, wenn es um sein Leib- und Magenthema "Luft" geht, auch außergewöhnlich missionarisch.

Die Geburtstagsfeierlichkeiten im Klösterl am Eichenforstplatz, die im Augenblick vom dreiköpfigen Vorstand und Volontärin Johanna Foitzik für die Sommermonate geplant werden, werfen aber schon ihre Schatten voraus. Weshalb ab Samstag Wilhelm Koch selbst zu den Künstlern gehört, die im Luftmuseum ausstellen. Seine Arbeiten aus Reifenschläuchen entfalten dabei eine solche Vitalität und Körperlichkeit, dass sie nicht nur dem Betrachter schier den Atem verschlagen. Auch der Künstler selbst ist ganz hingerissen von seinem Material, dem dicken, schwarzen Gummi, der aus Bulldog-Reifen stammt. Denn wenn er, der Luft-Bildhauer, das dicke Material zerschneidet und in Form bringt, dann fühlt er sich fast wie ein Metzger. Sagt er, bläst die Backen auf und lässt die Augenbrauen tanzen. Von wegen: Die Luftkunst, sie sei was Lustiges. Todernst ist sie. So ernst wie das Leben selbst.

AusstellungseröffnungAusstellungseröffnung ist am Samstag, 30. Januar, um 19.30 Uhr. Das Grußwort wird Bürgermeister Martin Preuß sprechen. Die Einführung hält Prof. Dr. Volker Fischer (Frankfurt am Main). (peg)
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