Amberger Künstler stellten in Südkorea aus
Zurück aus einem geteilten Land

Die drei Künstler Johann Sturcz, Gina Regina Uber und Hans Graf (von links) erzählten von ihren Erlebnissen in Südkorea. Bild: gf

Von Johann Frischholz

Amberg. Im Anschluss an die Jahreshauptversammlung des A.K.T.-Kunstvereins gab es diesmal einen ganz besonderen Tagesordnungspunkt, zu dem auch Nichtmitglieder eingeladen waren. Es war dies der Bericht von A.K.T.-Vorsitzendem Hans Graf und Künstlern, die kürzlich einige ihrer Werke in Südkorea präsentierten.

Austausch entstanden


Als im vergangenen Jahr der in Nürnberg lebende und arbeitende Künstler Changhee Nam in den Räumen des Amberger Kunstkombinats ausstellte, hat wohl niemand daran gedacht, das daraus ein internationaler Kunstaustausch erwachsen würde. Denn auf seine Vermittlung hin konnte eine Künstlergruppe aus der Metropole Daegu dafür begeistert werden, sich in unserer oberpfälzischen Stadt vorzustellen. Die Publikumsresonanz war damals äußerst positiv und die Gäste aus dem fernen Osten sprachen eine Gegeneinladung aus. Dabei handelte es sich nicht nur um eine freundliche Geste, sondern um ein ernst gemeintes Angebot.

So machten sich denn Hans Graf und die aktiven Künstler Changhee Nam, Moritz Hüttner, Johann Sturcz und Gina Regina Uber auf den Weg in das geteilte Land. Im Gepäck hatten sie nicht nur eigene Werke, sondern auch Exponate von anderen Amberger Künstlern, beispielsweise von Günther Dollhopf.

Einblick in Schaffensweise


Vor Ort ließen sie sich gerne von den Gastgebern bei ihrer Arbeit über die Schultern schauen und gaben damit den koreanischen Kunstfreunden einen Einblick in ihre Schaffensweise. Die Daegu-Amberg Art Exchange Exhibition mit dem für asiatische Zungen kaum aussprechbaren Titel "z'ruck" war ein voller Erfolg, wie der in der Jahreshauptversammlung vorgeführte Film zeigte. Stefan Reuther hatte ihn aus dem digitalen Material, das von den Künstlern mit nach Hause gebracht wurde, geschnitten und mit Musik unterlegt. Im Anschluss an die bewegten Bilder zeigte Johann Sturcz noch Fotografien, die bei diesem denkwürdigen Ereignis entstanden sind.

Die koreanischen Gastgeber haben nach Angaben der Künstler übrigens schon angefragt, ob sie die Möglichkeit haben, im nächsten Jahr wieder eine Ausstellung beim A.K.T. im Kunstkombinat zu bestreiten.
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