Auftakt der Schultheatertage im Stadttheater: Alle Gruppen zeigen Ausschnitte aus ihren Stücken
Kurze Sequenzen als Appetitanreger

Die Oberstufe des Erasmus-Gymnasiums zeigte einen Ausschnitt aus dem Stück "Halb auf dem Baum" von Peter Ustinov. Bilder: kge (2)

Mit kurzen Sequenzen aus ihren vorbereiteten Stücken gaben sich die verschiedenen Schauspielgruppen nacheinander die Bühne frei und machten dem Publikum Lust auf mehr, auf mehr bei den Schultheatertagen.

Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Michael Cerny nahm Florian Kühnel von der Sparkasse Amberg-Sulzbach, die die Schultheatertage sponsert, das Motto "Theater ist wie Wasser und Brot" auf, um die Veranstaltungsreihe im Stadttheater zu eröffnen. Als Starter gab die Unterstufe des Gregor-Mendel-Gymnasiums einen lustigen Einblick in das Stück "Freitag der 13." Temporeich und kreativ simulierten die Akteure das Notwassern eines Ferienfliegers auf einer einsamen Insel - um im Stil von Robinson Crusoe des 21. Jahrhunderts dort Abenteuer zu erleben.

Klischees als Thema


"Bleib lieber gewalttätig, damit kommen wir besser zurecht", rieten die gespielten Erzieher dem verliebten Problemschüler in dem Stück "Hau ab mit verliebt". Dafür hatte sich die Gruppe der fünften bis zehnten Jahrgangsstufe des Erasmus-Gymnasiums in Anlehnung an das Schuldrama von Markus Mohr entschieden. Gekonnt setzten sie - in den Ausschnitten der als Farce gedachten Aufführung - die Klischees von Bildungsstätten in sozial benachteiligten und uninteressierten Gesellschaftsschichten um.

Helden und Halbgötter


Mit pantomimischer Raffinesse teaserten die Schauspieler der Franz-Xaver-von-Schönwerth-Realschule ihren Beitrag "Superhelden" an. "In jedem von euch steckt ein Superheld", lautete die klare Botschaft des Stücks. Das GMG ließ mit "Halbgötter in Weiß" seine Oberstufentruppe in urkomischer Weise vom Realitätsverlust durch Überkonsum der Glotze erzählten. Das Publikum tobte bereits nach nur kurzen Szenen. Der Filmausschnitt der Mittelstufe (Das Haus im Wald) konnte aus terminlichen Gründen nicht gezeigt werden.

Mit technischen Problemen hatte der Trailer der Luitpold-Mittelschule "Die Nacht der Rache" in Zusammenarbeit mit Studenten der OTH zu kämpfen, was aber sicher nichts über den Unterhaltungswert der Arbeiten aussagte. "Halb auf dem Baum" von Peter Ustinov spielte die Oberstufe des Erasmus-Gymnasiums kurz an. Mit überzeugenden Rollen und Kostümen verspricht dieses Theaterstück sicherlich einen kurzweiligen Abend.

Ein Shakespeare-Stück


Die Mädchen der Dr.-Johanna-Decker-Schulen hatten sich an "Verlorene Liebesmüh" von William Shakespeare gewagt. In den Auszügen standen die klassischen Texte in spannendem Kontrast zur modernen Umsetzung, den Requisiten und Kostümen. Schließlich bot die Theatergruppe der FOS/BOS eine szenische Collage aus dem Werk "Wie der Frau Mockinpott das Leiden ausgetrieben wurde". Nur kurz wurde gezeigt, wie der Protagonistin Schrecklichstes widerfährt. Aber das in so pointierter Weise, dass man sich auf das Gesamtwerk freut.

Zum Abschluss wurden alle Leiter auf die Bühne gebeten und ihr Enthusiasmus und Engagement durch gebührenden Applaus honoriert.
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