Auftakt des 13. Kindertheaterfestivals
Da hat der Lämmergeier Pech

Lieschen rettet den Prinzen und findet einen neuen Freund. "Ihr redet die ganze Zeit über uns, aber nicht mit uns. Mit August kann man wenigstens reden", erklärt sie der Königin. Bild: Wolfgang Steinbacher

Lieschen Radieschen hat ein Problem: Sie kriegt immer gleich einen roten Kopf. Dass das aber manchmal auch ganz praktisch sein kann, erfuhren die Besucher am Montag zum Auftakt des mittlerweile 13. Kindertheaterfestivals.

Die erste Geschichte in diesem Jahr erzählte Marie Bretschneider aus Dresden mit dem Figurentheater "Lieschen Radieschen und der Lämmergeier". Die Hauptakteurin wollte eigentlich schon beginnen, als sie plötzlich einen Anruf von ihrer Mutter bekam. Aber weil die gespannten Kinder im Jugendzentrum natürlich wichtiger waren, musste die liebe Mama erst einmal warten.

Lieschen Radieschen kriegt immer gleich einen roten Kopf. Das muss kein Nachteil sein, denn so bekommt sie fast immer, was sie will. Aber "zornige Kinder holt der Lämmergeier", mahnt ihre Tante. Genau das passiert auch, aber statt Lieschen zu der Insel für zornige Kinder zu bringen, kann sie den Lämmergeier überzeugen, mit ihr in ein Königreich zu fliegen.

Lieschen will nämlich Prinzessin sein, eine schwarze Prinzessin mit schwarzem Umhang und schwarzem Schwert. Sie ist mutig, jagt See- und Landräuber und am Ende befreit sie sogar den Prinzen des Nachbarkönigreichs. Denn August wurde von einem Drachen entführt. Lieschen stellt fest, dass sie mit dem Königssohn gut reden kann, anders als mit den Erwachsenen. So werden die Kinder Freunde. Und wie sich zeigt, ist auch August kein Prinz, sondern eigentlich August aus dem dritten Stock. Der Lämmergeier bringt beide zum Abendessen wieder nach Hause. Und Marie ruft ihre Mutter noch einmal an: "Ich hab' vergessen, dir was zu sagen: Ich hab' dich lieb." Der Kinderjury hat das Stück gut gefallen. Jamian sagte: "Der Lämmergeier und Lieschen Radieschen waren sehr gut gespielt, aber die Schuhe vom Drachen waren komisch." Bela freute sich, "dass es witzig gestaltet war und der Drache am Ende besiegt wird". Linda fand das Licht und die Stimme gut. "Wenn sie eine andere Figur gespielt hat, dass sich auch die Stimme verändert hat." Auch Magdalena fielen die Stimmen positiv auf. Und: "Ich fand die Musik gut."

KindertheaterfestivalBereits zum 13. Mal findet in dieser Woche das Kindertheaterfestival statt. Jeden Tag gibt es ein Stück gleich dreimal zu sehen: Vormittags (9 und 11 Uhr) sind Schulklassen und Kindergärten eingeladen, am Nachmittag (16 Uhr) können auch Familien zuschauen. Das Besondere bei der Aufführung um 11 Uhr ist die Jury. Dieses Mal haben die Mädchen und Buben aus den Kindergärten St. Michael und Sie-Kids die Aufgabe, die Stücke zu bewerten. Zu den Juroren gehören auch die Grundschüler aus Ammersricht sowie von der Albert-Schweitzer- und Dreifaltigkeitsschule. Die Zehn sehen sich die Stücke genau an, um am Ende einen Sieger zu bestimmen. (pinr)
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