Benefiz-Aktion in Hl. Dreifaltigkeit vereint Musiker
Konzert der Extraklasse

Von Tatiana Sichelstiel

Amberg. Christel Wawra und Christian Farnbauer, die beiden Kirchenmusiker der Pfarrei Hl. Dreifaltigkeit, hatten sich mächtig ins Zeug gelegt. Unter ihrer Leitung gestalteten acht Chöre, die Bläsergruppe der Pfarrei und Farnbauer an der Orgel am Sonntag in der Dreifaltigkeitskirche ein Konzert der Extraklasse.

Pfarrer Ludwig Gradl lud die vielen Besucher ein, sich von den Mitwirkenden einen Nachmittag des Zur-Ruhe-Kommens schenken zu lassen. Auch der Gemeindereferent Anton Rauch, der zwischen den Darbietungen Texte verlas, regte an, sich wieder bewusst zu machen, um was es eigentlich geht. "Weihnachten ist doch nicht das Fest des Bratens unterm brennenden Lichterbaum."

"Weil er in die dunkle Nacht uns ein Licht gebracht" - mit dieser Textzeile aus dem Lied "Am Kranz die erste Kerze brennt", brachte es der Kinderchor schon zu Beginn des Konzerts auf den Punkt: Die Adventszeit ist eine Zeit der inneren Einkehr, aber auch eine Zeit der Freude. Und so sangen neben dem Kinderchor auch der Jugendchor, die Kirchenchöre Hl. Dreifaltigkeit und Hl. Familie, der Cantemus Chor aus Paulsdorf, die Gospel Flames, die Singgruppe des Frauenbundes und das Palestrinaensemble von genau diesem freudigen Warten auf den Herrn.

Jede Gruppe überzeugte die Zuhörer mit gut einstudierten und mit großer Sangesfreude vorgetragenen Stücken. Besonders stimmgewaltig zeigte sich das eigentlich recht kleine Palestrinaensemble. Es kredenzte den Kirchenbesuchern mit "A Carol for to sing" ein sehr beschwingtes englischsprachiges Weihnachtslied, bei dem sowohl die ganz hohen als auch die tiefen Töne voluminös durch das Kirchenschiff hallten.

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt der Gospel Flames. Bei ihrem Stück "Amen" konnte man kaum anders, als sich mit ihnen und Solistin Birgit Horst im Rhythmus zu wiegen und zu klatschen. Christian Farnbauer zeigte an der Orgel, dass man auch ohne nach Noten zu spielen, ein absolutes Hörerlebnis schaffen kann. Er ließ die Kirchenorgel mit unglaublich tiefen Tönen eine düstere Stimmung erzeugen, um die Zuhörer dann wieder ins helle Licht zu führen.

Am Schluss versammelten sich alle Mitwirkenden vor dem Altar. Christel Wawra übergab zunächst das Mikrofon an Dr. Cornelia Siebenbürger. Die Kinderärztin, die auch die Öffentlichkeitsarbeit der Projekthilfe Dr. Luppa koordiniert, bat alle Anwesenden um eine Spende zugunsten der Amberger Fördergemeinschaft. Den krönenden Abschluss bildete das von allen Chören und den Kirchenbesuchern gemeinsam gesungene Lied "Tochter Zion". Spätestens bei diesen Klängen, unterstrichen noch von der gewaltigen Kraft von Trompete, Posaune und Co. war für jeden in der Kirche klar: Wer hier nicht dabei war, der hat was verpasst.

Die Frauen in Burkina Faso sowieso. Denn 1230 Euro gehen dank der Spendenbereitschaft nun an eine Witwen-Initiative in der Hauptstadt des afrikanischen Landes.
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