Benefizkonzert in Hl. Dreifaltigkeit
Ein Instrument ist nicht genug

Krippen sind ein Symbol der Weihnachtszeit. In vielen Kirchen stehen sie aber auch im neuen Jahr. Wie in Hl. Dreifaltigkeit, wo sich vier Musiker um das Christuskind gruppierten. Sie spielten für ihr Publikum. Und für einen guten Zweck.

Amberg. Zum Hochfest Erscheinung des Herrn hatte die Stadtpfarrei Hl. Dreifaltigkeit zum Konzert eingeladen. Vier Musiker versammelten sich um die Weihnachtskrippe, um in verschiedensten Besetzungen zu musizieren: Flötistin Birgitta Englhard, Geigerin Kathrin Ehrnsberger, Cellist Edmund von Pechmann und Organist Christian Farnbauer. Regionaldekan Ludwig Gradl trug ergänzend meditative Texte passend zu Epiphanie (Erscheinung des Herrn) vor.

Solopart für alle


Drei Triosonaten von Purcell, Corbett und Telemann gaben dem Gesamtensemble die Gelegenheit, gemeinsam und doch filigran und durchsichtig zu arbeiten. Jeder der Musiker hatte auch einen Solopart. Eine Sonate für Altblockflöte und Basso continuo von Händel, eine Partia von Telemann für Violine und Basso continuo und eine Sonate für Cello und Tasteninstrument gaben jedem Instrumentalisten Gelegenheit, solistisch gehört zu werden. So konnte jeder der Spieler die wohlklingende Eigenart seines Instruments besonders herausarbeiten.

Die Kirche wurde mit unterschiedlichen Klangfarben gefüllt, so dass die veranschlagten 60 Minuten sehr kurzweilig waren. Auch Tastenspieler Christian Farnbauer war solistisch an drei Instrumenten tätig: Mit einer lyrischen Pastorale von Haynes an der großen Orgel, mit dem filigranen bachschen Choralvorspiel "Nun freut euch lieben Christen gmein" an der Truhenorgel und mit dem Präludium in B aus Bachs wohltemperierten Klavier am Cembalo.

Mit den Ricercata von Platti wagten sich Geigerin und Cellist, einige Sätze als Duo vorzutragen - mit Erfolg. Die circa 160 Zuhörer stimmten zum Schluss mit ein in das "O du fröhliche". Der Gesang war derart freudenvoll, dass das Cembalo mitunter zu kämpfen hatte, noch gehört zu werden.

Besucher spenden 640 Euro


Nach gebührendem Applaus spendeten die Konzertbesucher 640 Euro, die für die Kirchenmusik zu besonderen Anlässen in Hl. Dreifaltigkeit verwendet werden.
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