Besonderes Kunst-Kochbuch von Angelika Anna Przybilla
Lyrik geht durch den Magen

Köstlich und knackig schmeckt der "Afrikanische Radieschensalat", mit bayerischen Radieserln natürlich. Bilder: Buch- und Kunstverlag
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
19.12.2015
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Die Collagen im Kochbuch erzählten die Geschichte von Moose und Britta, einem Elch und einer Bärendame, die unsterblich ineinander verliebt sind. Die kulinarischen Erlebnisse der Tiere bei ihrer Reise um die Welt brachte Angelika Przybilla auf die Idee, aus dem Bilderzyklus ein poetisches Bio-Kochbuch zu machen.

In ihrem Erstlingswerk "gerichte und gedichte" bringt Angelika Anna Przybilla ihre drei großen Leidenschaften unter einen Hut: das Schreiben, das kreative Gestalten und das Kochen.

Ausgehend von ihrem zwölfteiligen Kunstzyklus "Moose und Britta" - einer Bildergeschichte von einem unsterblich in eine Bärendame verliebten jungen Elch - entstand im Stile eines Poesiealbums ein Biokochbuch mit erprobten Lieblingsgerichten der Oberpfälzer Autorin - sie stammt aus Freudenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach) - und deren Freunden, die sich gut mit frischen Zutaten nachkochen lassen, ganz im Sinne von Slow Food sowie von regionaler und saisonaler Kochphilosophie.

"Moose" zieht in die weite Welt hinaus und findet sein Glück mit "Britta" daheim in den eigenen vier Wänden. Dort lassen sie sich ein einfaches Butterbrot mit Schnittlauchröllchen, Beates Orangentarte, Petras feine Forellenmousse, Tanjas Curry, die göttliche Schnitzelpfanne und die vielen anderen Köstlichkeiten, deren Rezepte die beiden auf ihrer Reise gesammelt haben, schmecken.

"gerichte und gedichte" ist ein Kochbuch mit Kunst und Poesie für alle, die Freude an gesunder Ernährung, am gemeinsamen Kochen und an kulinarischer Abwechslung haben. Das Buch spannt den Bogen von Tommis sommerlicher Pastaschüssel bis zum tomatigen Garnelenpfännchen, von der Tafelspitz mit Mutters toller Meerrettichsoße bis zu Vatis Eierschwammerlpfanne, von den Seugaster Rindsrouladen bis zu Sabines Frischkäse-Birnen-Nachspeise, von Lauras Pralinen-Haselnusskuchen bis hin zu Sylvias Schwimmtorte. Wem läuft da nicht das Wasser im Mund zusammen?

Beim Lesen der Rezepte und der begleitenden Texte des Werks spürt man die Leidenschaft, mit der die Autorin ihre Kochphilosophie vertritt. Man spürt, dass hier jemand schreibt, dem es ein echtes Anliegen ist, die Freude am Kochen und an Slow Food weiterzugeben und der weiß, wovon er schreibt, wie die vielen praktischen Küchentipps, die in einem eigenen Kapitel zusammengefasst sind, zeigen. Das Buch macht Lust darauf, mal wieder Freunde und Bekannte einzuladen, und es zeigt auch Wege auf, wie man den Aufwand und die Arbeit danach, vor der viele einen wahren Horror haben, gut gemeinsam meistern kann. Das Buch, das auch mit tollen Foodfotos sowie dem Bilderzyklus von "Moose und Britta" illustriert ist, besteht aus im Alltag vielfach erprobten Lieblingsrezepten, die ziemlich "gelingsicher" und eine Bereicherung jeder Tafel sind. Für den kleinen Hunger oder Schleckermäuler sind ebenso Rezepte dabei wie für ein opulentes Festmahl.

Das Buch "gedichte und gerichte" von Angelika Anna Przybilla" (128 Seiten, 19,95 Euro) ist im Buch- und Kunstverlag Oberpfalz erschienen und ab sofort in unseren Geschäftsstellen, im Buchhandel und über www.buch-und-kunstverlag.de erhältlich.

Sauere Bratwürstl zum 24. DezemberZutaten (für 6 Personen):
  • 24 feine oder grobe Bratwürstln vom Metzger des Vertrauens oder auch die kleinen Nürnberger Bratwürsteln (pro Person circa 6 Würstln rechnen)
  • Mindestens 5 große oder 10 kleine Zwiebeln
  • 2 Bio-Karotten
  • 1 Päckchen Sauerbratengewürz
  • Ein Viertelliter Balsamico-Essig weiß
  • Zwei Esslöffel Balsamico-Essig rot
  • Ein Esslöffel Rohrzucker
  • Salz und Pfeffer
  • Ein Esslöffel Allzweckwürze
  • Petersilie
  • Dazu Bio-Spitzln, Semmeln, Bauernbrot

Zubereitung:
Großen Topf mit Wasser füllen und Wasser zum Kochen bringen. Allzweckwürze zugeben, Balsamico Weiß und Rot zugeben; das Sauerbratengewürz dazu, salzen, pfeffern, Rohrzucker dazu und alles gut aufkochen lassen.

Zwischenzeitlich die Zwiebeln in feine Ringe oder Stücke schneiden. Karotten waschen und in ganz kleine Stückchen schneiden. Zwiebeln und Karottenstückchen zum Sud geben und circa 20 Minuten kochen lassen. Den Sud gut mit Zucker, Salz und Pfeffer, eventuell Allzweckwürze abschmecken. Es muss ein süß-saurer, leicht essighafter Geschmack sein, fein und vollmundig. Nicht scharf und nicht fahl-säuerlich, sondern richtig rund und süß-sauer! Dann ist es der beste Bratwürstl-Sud. Und so werden die Würstln zum Weihnachtsfestessen! Also üben!

Herdplatte ausschalten und die gewaschenen Bratwürstln in den Sud legen. Einfach im heißen Sud circa eine halbe Stunde ziehen lassen. Vor dem Servieren nochmals kurz erhitzen.

Achtung: Die Bratwürstln dürfen niemals kochen. Sie platzen sonst auf und sind dann nicht mehr schön!
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