BLLV Oberpfalz feiert im ACC 150-jähriges Bestehen - Geschichten rund um das einstige Leben der ...
Watschn und Holzscheitlknien statt Ritalin

Der langjährige BLLV-Vorsitzende Albin Dannhäuser bei der Festrede.
"Immer eine, los gemma, gemma!" So trieben die Original Bauernfünfer mit Klarinette und Ziehharmonika, Gummistiefeln an den Füßen - allerdings nicht ganz authentisch, da blitzblanke - die Gäste der Jubiläumsfeier 150 Jahre BLLV Oberpfalz am Freitagabend im ACC nach dem Willkommenstrunk in den schön gedeckten Saal. Hier erwartete das zum Teil auch politisch prominente Publikum ein Festakt mit viel geschichtlichem Hintergrund und auch volkstümlicher, humoriger Unterhaltung.

Wie es einst war

Die Stauber-Moidln aus Atzmannsricht vermittelten in perfektem zweistimmigen Gesang in Mundart, barfuß und in originaler Schultracht einen Eindruck wie es Lehrern und Schülern anno dazumal erging. Da gab es "Watschn und Holzscheitelknien statt Ritalin". Auch reichte das Einkommen des Schulmeisters nicht aus, um die Familie zu ernähren und ein geeigneter Nebenerwerb musste gefunden werden. Da verwundert es niemanden mehr, dass bereits 1861 der damals nur BLV genannte Interessenverband in Regensburg gegründet wurde, um sich für die Rechte und Anliegen der Berufsgruppe einzusetzen. Das eine L stand nur für Lehrer, denn Frauen war es zu dieser Zeit noch nicht gestattet, dem Nachwuchs Bildung zu vermitteln. Während zu Anfangszeiten nur 200 Mitglieder die Arbeit ehrenamtlich einbrachten, sind es in der heutigen Zeit bereits die stattliche Anzahl von 60 000. Ursula Schroll, die mit 100 Prozent der Stimmen wieder zur Vorsitzenden des Bezirksverbandes Oberpfalz (gegründet im Dezember 1864 in Schwandorf) gewählt wurde, zeichnet sich seit 1992 unermüdlich in diesem Amt aus.

Schriftsteller Harald Grill moderierte den Festakt und lockerte diesen im Zwiegespräch mit den Musikern ordentlich auf und leitete damit auch geschickt von der einen zur anderen Rede über. Schließlich wehte der verführerische Duft des opulenten Büfetts durch den Raum und nach dem Vortrag des Ehrenpräsidenten Albin Dannhäuser durfte sich nach dem geistigen auch mit dem körperlichen Mahl gestärkt werden.

125 Delegierte arbeiten

In den beiden Tagen der Amberger Konferenz hatten die 125 Delegierten aus 24 Kreisverbänden die Leitanträge aus dem Bereich Schul- und Bildungspolitik und Berufswissenschaft zu diskutieren und darüber abstimmen. Dabei ging es im Wesentlichen um die Gesundheit, die Besetzung, die Bildung und auch außerschulische Beratung der Lehrer (weiterer Bericht auf Seite 22 dieser Ausgabe) .
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