Das Amberger Luftmuseum hat Geburtstag
Auf der Welt einzigartig

Und schon wieder ist am Eichenforst eine neue Ausstellung zu bewundern. Sie dreht sich ums Schweben.
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
05.06.2016
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War doch klar, dass selbst die Geburtstagstorte mit Luft gefüllt war. Bürgermeister Martin Preuß (links) hatte Spaß, als er sie Luftmuseumsdirektor Wilhelm Koch überreichte.

Das Luftmuseum hat Geburtstag. Zehn Jahre ist es alt. Oder besser: jung. Eines wissen alle: Ohne Wilhelm Koch gäbe es das Haus nicht. Und ohne seine treue Helfertruppe hätte es sich nicht so prächtig entwickelt.

"Dass mers überhaupt kriegt ham, des is scho a Wunder. Und heut is as Aushängeschild der Stadt": So lautete die einhellige Meinung der Besucher beim Festakt zum zehnjährigen Bestehen am Samstagabend.

Natürlich wurde dieser Geburtstag heftig gefeiert. Mit Fest-, Lobes- und Dankesrede. Mit Musik und Geselligkeit. Mit einer Ausstellungseröffnung zum Thema "Schweben". Und mit dem Versprechen des Museumsdirektors Wilhelm Koch: "Es geht spannend weiter."

Bevor die Festgäste und das munter aufspielende Vogel-Quartett wegen des aufziehenden Gewitters Schutz unter Dach suchen mussten, kletterte Koch im maßgeschneiderten Luftmuseums-Sakko als Erster auf die Bühne vor dem historischen Klösterl. Aus dem Nichts sei ein Museum entstanden, das sich heute sehen lassen könne, stellte der Chef fest und gab folgendes Qualitätsurteil über sein Haus ab: "Es ist einzigartig." Sein Dankeschön richtete er an die vielen Helfer, wobei er anmerkte: "Die Mitarbeit besteht nicht nur aus Spaß, sondern aus Schleppen." Wichtig war es Wilhelm Koch außerdem, das Engagement der Sponsoren hervorzuheben und ihnen ebenfalls zu danken. Ohne die Unterstützung durch die Stadt und viele engagierte Bürger wäre das Luftmuseum so nicht möglich.

Als Vertreter des Oberbürgermeisters erinnerte Bürgermeister Martin Preuß an die schwierige Geburt, die die "Luftkunst-Hebamme Wilhelm Koch mit einigen Helfern" grandios gemeistert habe. Auf die Welt gekommen sei "ein kleiner luftiger Wonneproppen". Heute, nach zehn Jahren, habe sich aus dem "weltweit einzigartigen Museum" ein "exklusives Aushängeschild für Amberg" entwickelt. Preuß überreichte eine aufgeblasene Riesen-Geburtstagstorte und einen Scheck.

Festredner Prof. Dr. Volker Fischer aus Frankfurt am Main widmete sich der Erfolgsstory des Museums und den "Phänomenen der Luft". Das Haus sei vernetzt und habe vielfältige Kontakte. Künstler und Gäste kämen aus der ganzen Welt. Bisher seien knapp 100 000 Besucher gezählt und über 1000 Führungen organisiert worden. Fischer nannte einige Ausstellungs-Highlights und Hingucker unter den Exponaten, die es in dem historischen Gebäude zu entdecken gab und gibt. Zum Schluss lieferte er eine kurze Einführung in die neue Themenausstellung "Schweben - Zwischen Illusion und Präzision, Transzendenz und Transparenz", die er kuratierte. Mittels Bildern und Objekten, Installationen und Filmen entstand eine "kulturgeschichtliche Inszenierung", die unterschiedliche Aspekte beleuchtet.

Nur Positives


Nicht auf dem offiziellen Regiezettel stand die Video-Reportage, die die Luft-Lehrerinnen Christine Lotter, Michaela Peter und Dorle Pfeiffer für den Mentor, Organisator, Geburtshelfer und unermüdlichen Ideengeber Willi Koch gebastelt hatten. In Bild und Ton gaben Förderer, Freunde und Mitarbeiter ihre durchwegs positiven Statements zu Mensch und Museum ab. (Angemerkt)

Ein exklusives Aushängeschild für Amberg.Bürgermeister Martin Preuß über das Luftmuseum
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