Die Cuba Boarischen gastieren in Amberg
Ein Schuss Salsa für den Marsch

Die Cuba Boarischen sind von ihrer Kuba-Reise zurück und haben den Ambergern neue Rhythmen mitgebracht. Leonhard Meixner (links) animierte das Publikum nicht nur einmal zum Mitmachen. Bild: brü

Kubanischer Rhythmus gepaart mit bayerischen Märschen und Blasmusik - niemand schafft die Symbiose karibischer Lebensfreude und alpenländischer Volksmusik so wie die Cuba Boarischen. Ihr Konzert im ACC war umjubelt.

Die sieben Vollblutmusiker aus dem Mangfalltal haben ihre Liebe zu Kuba vor über 15 Jahren gefunden. Und das Septett lebt diese Hingabe aus. Es bereist jedes Jahr die Karibikinsel und bringt von dort Jahr für Jahr neue musikalische Eindrücke in die Heimat mit. In Amberg präsentierten die Cuba Boarischen ihre mittlerweile sechste CD mit dem passenden Namen "Servus Cuba". Und sie hatten dazu gleich noch musikalische Verstärkung mitgebracht.

Jodler aus der Karibik


Die Kubaner Yenis Toledo, Carlos Alberto, Juan Pablo und Yinet Rojas sind in diesem Jahr mit den Oberbayern zusammen auf Tournee. Sie ergänzen somit, was eigentlich ohnehin schon passt. Die Fusion zweier Musikstile, die unterschiedlicher nicht sein können, aber in einer gekonnten Symbiose verschmelzen. Da bekommt der Bayerische Defiliermarsch gleich zu Beginn einen Schuss Salsa verpasst, "Der alte Dessauer" als Solotrompetenstück erhält ein kubanisches Sahnehäubchen und der "Hunderter Galopp" erfährt eine rhythmische Aufwertung durch Bongos und Gitarren. Sprache und Rythmen wechseln fast im Minutentakt. Vom Spanischen geht's ins Bayerische, von Tuba und Trompete zu Gitarre und Congas.

Aber auch die vier Musiker aus Havanna tragen ihren Teil zur Verschmelzung der Stile bei. Da dürfen die kubanischen Damen einen Jodler anstimmen, bevor es mit dem Liebeslied Silencio wieder zurück auf die Insel geht. Es herrscht ein Einklang, zwischen Polka und Salsa. "El loco", der Narr, etwas verrückt, zur Mitte des Auftritts mit allen elf Musikern gemeinsam auf der Bühne begeistert vollends, kommt beim Publikum in Amberg bestens an. Frenetischen Applaus gibt es bereits nach den ersten Stücken, es wird mitgeklatscht - auch wenn der Rhythmuswechsel ab und zu dafür sorgt, dass das Publikum dabei etwas aus dem Takt gerät. Dafür wurde kräftig mitgewippt, auf den Stühlen, auf denen es den ein oder anderen dann doch nicht mehr hielt.

Fernweh geweckt


In den Ecken des Kongresszentrums traf man auch auf vereinzelte Tänzer, vor der Bühne waren es sogar mehr. Da hatte der bajuwarisch-kubanische Mix an positiver Energie längst Einzug gehalten. Die Band um Hubert Meixner, Leonhard Meixner, Andreas Meixner, Michael Mayer, Hans Förg, Markus Wallner, Sepp Rottmayr und Peter Rutz zeigte mit ihrem Programm, dass die Verbindung zwischen Chiemsee und der Karibik steht. Die Cuba Boarischen haben es mit ihrem Programm geschafft, die Zuhörer zu begeistern und ein bisschen auch das Fernweh zu wecken nach der Insel in der Karibik, die die Bayern schon immer fasziniert hat.
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