Die kleine Hexe im Stadttheater
Chaos pur: Weihnachten vor 1. Advent

Ganz schön turbulent ging es im Stadttheater zu. Die kleine Hexe feierte Weihnachten und wurde dabei immer wieder aus dem Konzept gebracht. Als dann auch noch Trixi verschwand, war das Chaos perfekt. Bild: Hartl
Kultur
Amberg in der Oberpfalz
21.11.2016
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"Die kleine Hexe feiert Weihnachten" heuer ziemlich früh, schon am Sonntag vor dem ersten Advent. Und das vor ausverkauftem Haus im Stadttheater.

Von Helmut Fischer

Amberg. Das war auch angebracht, denn Lisbet hat vor Weihnachten noch sooo viel zu erledigen, und wird dabei doch immer wieder abgelenkt und gestört. Am Ende aber, den verschiedenen Hexenbesen und Zauberstäben und vor allem der Hilfsbereitschaft vieler Spezialhexen sei Dank, wird alles wieder gut.

Das Wittener Kinder- und Jugendtheater bot dieses bezaubernde Märchen, für Kinder ab drei Jahren konzipiert, in einer turbulenten, der Zielgruppe angemessenen Show dar. Da kamen die höchst unterschiedlich gezeichneten Spezialhexen in bunten Kostümen auf die Bühne, da entwickelte sich ein bewegtes und bewegendes Spiel zur Freude der Kinder.

Es gab aber auch viel zu sehen: Neben Lisbeth, der kleinen Hexe, kamen die Musik-, die Bären-, die Geier- und Handwerkerhexe zum Einsatz, sogar die Bastelhexe war dabei. Und ganz wichtig: die wie eine Weihnachtsmann in rot-weißem Kostüm ausstaffierte Weihnachtshexe mit ihrer Gehilfin, der kleinen Trixi.

Zunächst sah man auf der Bühne ein etwas unordentliches Kinderzimmer, in dem die "kleine Hexe" allerhand zu tun hat. Da soll der Weihnachtsbaum geschmückt werden, Plätzchen sind zu backen, Sterne müssten gebastelt werden, und Katze Maunz ist auch noch da. Zu allem Überfluss kommt die Weihnachtshexe viel zu früh, und lässt ihre kleine Trixi bei Lisbet zum Aufpassen. Aber sie bringt so ziemlich alles durcheinander, bemächtigt sich zu allem Überfluss des fliegenden Hexenbesens und ist verschwunden. Bei der verzweifelten Suche nach Trixi gelangt Lisbeth in das Gebiet der jeweiligen Spezialhexen, die alle mehr oder weniger bei der Suche helfen. Das war einfach toll gemacht. Die Bärenhexe mit ihrem tollpatschigen Brummbär, die etwas verwirrten Geier-Varianten, die kreative Bastel- und die inspirierende Musikhexe. Dabei war bewundernswert, wie die insgesamt nur vier handelnden Darsteller die jeweiligen Rollen verkörperten: Björn Luithardt, Thorge Busch, Charlotte Hohlstein und Lena Sommer. Für die gelungene Regie war Heike Werntgen verantwortlich, die Einfälle für die Kostüme stammen von Regina Strunden, Jan-Philip Hilger und Hannah Rühl dachten sich das variable, plastisch-einfache Bühnenbild aus und für die angemessene, einprägsame Musik sorgte Martin Lemar. Und als Lisbeth nach ermüdender Suche wieder nach Hause kam, fand sie dort nicht nur Trixi wieder, sondern alle hilfsbereiten Hexen hatten für sie gezaubert. Ein schöner Lichterbaum war zu bewundern, die leckersten Plätzchen, die man sich denken kann, lagen unterm Baum und gebastelte Weihnachtssterne waren ebenfalls reichlich vorhanden. "Gegenseitige Hilfe schafft auch schwierigste Situationen" - so könnte die Botschaft dieses Spiels lauten.
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