Drei Fragen an Winfried Steinl
Wenn aus Luft ein Stück wird

Eine szenische Lüftel-Stunde im Luftmuseum inszeniert Winfried Steinl mit der Theatergruppe Rampenfieber. Heute ist Premiere. Bild: Hartl

Mit seiner Theatergruppe Rampenfieber tritt Winfried Steinl im Luftmuseum auf. Die szenische Lüftel-Stunde ist heute und morgen sowie am Freitag, 4. November, jeweils ab 20 Uhr zu sehen . Karten gibt es noch für zehn Euro, ermäßigt sieben Euro, im Luftmuseum, 09621/42 08 83. Aus Luft ein Stück zu zaubern, das war auch für den erfahrenen Regisseur nicht gerade einfach. Im Interview erzählt er, wie er an die Sache ranging und was er aus der Luft gemacht hat.

Wie kam es zum Auftritt von Rampenfieber im Luftmuseum?

Winfried Steinl: Da das Luftmuseum sein zehnjähriges Bestehen feiert, ist Wilhelm Koch auf mich zugekommen und hat gefragt, ob Rampenfieber mal wieder im Luftmuseum auftreten könnte. Vor zehn Jahren haben wir das schon einmal gemacht. Aber ich dachte mir anfangs: Au weia, fällt mir zu Luft überhaupt etwas ein?! Wir haben uns auf der Suche nach Texten und Zeitungsartikeln gemacht, in denen die Luft vorkommt, um diese Zitate dann zu verarbeiten. Entstanden ist eine Collage, die Aufführung dauert rund eine Stunde.

Wie schwer war es, die Luft auf der Bühne umzusetzen?

Verdammt schwer, Luft ist wirklich kein einfaches Thema. Wir haben versucht, es so grotesk wie möglich darzustellen, zum Beispiel kommt auch die staatliche Begrenzung der Luft in unserer Collage vor. Auf jeden Fall muss man mit einem zwinkernden Auge rangehen.

Wie liefen die Proben?

Die Bedingungen im Luftmuseum sind natürlich keine Theaterbedingungen. Aber wir haben uns auf den Raum, in dem auch die Aufführungen stattfinden werden, eingelassen und auch die Geräte mit einbezogen. Gut war, dass wir jederzeit ins Luftmuseum konnten, um ungestört zu proben. Da ist uns Wilhelm Koch sehr entgegengekommen. Tja, und dann hangelt man sich von Probe zu Probe weiter durch den Stoff. Bei den Proben entsteht oft auch etwas, was man noch einbaut oder man merkt, dass dieses doch nicht passt, dann lässt man es eben weg. Aber zum Glück sind bei Rampenfieber alles Leute - insgesamt sind es neun Spieler -, die länger Theater spielen. Sonst wäre es schwierig, so ein Thema wie die Luft umzusetzen.
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