Dritter Vortrag der Erlanger Universitätstage
Der vermessene Mensch

Den Vortrag hält Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch. Bild: hfz

In der Reihe der Erlanger Universitätstage unter dem Motto "D@tenflut" ist am Dienstag, 1. März, um 19.30 Uhr im Großen Rathaussaal Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch zu Gast. Sein Thema: "Der vermessene Mensch: Wissen wir, was wir alles über uns preisgeben?"

Dazu heißt es in einer Pressemitteilung: "Der Gesundheitsmarkt wird mobiler, schneller und flexibler. Gesundheits-Apps und Fitness-Tracker überschwemmen den Markt. In Uhren, Armbänder oder T-Shirts integrierte Sensoren zählen unsere Schritte, bestimmen zurückgelegte Wegstrecken, verbrauchte Kalorien, Schlafphasen, Temperatur, Puls, Blutdruck und vieles mehr. Quantified Self ist der ,Fitness-Hype', der es jedem erlaubt, all seine Vital- und auch Bewegungsdaten (mit GPS-Lokalisation) aufzuzeichnen und sich mit Freunden online zu messen. In Facebook offenbaren wir vieles über unser Leben und natürlich auch über unsere Gesundheit. All diese Informationen lassen sich sicherlich im Sinne der Prävention, aber auch bei der häuslichen Nachsorge von Patienten, sinnvoll medizinisch nutzen.

Doch bergen diese Technologien auch ein großes Potenzial zum Missbrauch. Wer weiß denn schon, wo seine Fitness- und Vitaldaten wirklich landen? Nur auf dem Mobiltelefon? Oder auf Servern im Internet? Wie sind die Daten vor unberechtigtem Zugriff geschützt? Wer hat außer dem Patienten und dessen Gesundheitsversorgern noch Zugriff auf diese Daten?" Im Vortrag werden die neuen Möglichkeiten und Herausforderungen, aber auch die potenziellen Risiken vorgestellt und beleuchtet.

Über den Referenten


Prof. Dr. Hans-Ulrich Prokosch hat als Diplom-Mathematiker an der Universität Gießen (in der Medizin) zum Medizin-Informatiker promoviert und auch seine Habilitation erlangt. Seit 2003 hat er den Lehrstuhl für Medizinische Informatik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg inne. Seine Forschungsschwerpunkte sind die medizinische Prozessunterstützung, Telematikanwendungen im Gesundheitswesen und die Wiederverwendung von Daten aus der elektronischen Krankenakte für die translationale medizinische Forschung.
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