Eine Wohltat für Amberg
Siemens-Orchester am 13. März im Stadttheater

Vorfreude herrscht bei allen Beteiligten auf das Siemens-Wohltätigkeitskonzert (von links): Heidi Himmelhuber, Martin Preuß, Günter Jakesch, Wolfgang Dersch, Orgelvereins-Vorsitzender Franz Meier, Bernhard Müllers, Jutta Streher und Sega-Kassier Günther Frieser. Bild: Steinbacher

Noch besser als ein Konzert ist ein Wohltätigkeitskonzert. Dies gibt es in guter Tradition heuer schon zum 13. Mal vom Siemens-Orchester München im Stadttheater. Es bringt Werke von Johann Sebastian Bach, Anton Webern, Carl Maria von Weber und Robert Schumann mit.

Am Freitag stellte die Führungsriege des Amberger Siemens-Werkes die Veranstaltung bei einer Pressekonferenz vor. Betriebsleiter Günter Jakesch beschrieb es als Vergnügen, dem musikbegeisterten Amberg diese Kost am Sonntag, 13. März, ab 19.30 Uhr im Stadttheater servieren zu dürfen. Bürgermeister Martin Preuß freute sich über das Engagement des Global Players und der auferlegten Verpflichtung, sich als Bestandteil der Stadt zu fühlen. Kulturreferent Wolfgang Dersch stellte die Inhalte vor. Das Programm umfasst neben der Ouvertüre zu Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte die Fuga aus dem "Musikalischen Opfer" von Johann Sebastian Bach und Anton Webern, Carl Maria von Webers Konzert für Fagott und Orchester in F-Dur sowie die Rheinische Sinfonie Nr. 3 von Robert Schumann. Solist bei Webers Konzert ist Cornelius Rinderle, der seit 2009 als Solofagottist beim Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert ist. Das aus über 70 Streichern und Bläsern bestehende Orchester wird seit April 2007 von Markus Elsner geleitet - ein Studienkollege von Wolfgang Dersch.

Von Beginn an wurde der Erlös des Siemens-Konzerts an soziale Einrichtungen übergeben. Ab 2012 wurde die Jahr für Jahr anwachsende Spendensumme auf zwei Einrichtungen aufgeteilt. In den vergangenen beiden Jahren konnte jede der beiden Organisationen 3500 Euro entgegennehmen. Heuer fließen die Spenden an den Verein zur Förderung der Seelischen Gesundheit im Alter (Sega), der von Geschäftsstellenleiterin Jutta Streher und dritter Vorsitzender Heidi Himmelhuber vorgestellt wurde. Ziel des Vereins ist, das Bewusstsein über seelische Erkrankungen im Alter in der Öffentlichkeit zu fördern sowie Beratungs- und Versorgungsangebote bereitzustellen. Im Vordergrund steht der Aufbau eines flächendeckenden, niedrigschwelligen Versorgungsnetzes, das sowohl ambulante als auch stationäre Hilfe anbietet.

Außerdem wird heuer der Verein "Projekt Orgel St. Martin" unterstützt, der von Regionalkantor Gerhard Müllers vorgestellt wurde. Der Förderverein wurde 2011 gegründet und hat mittlerweile um die 200 Mitglieder. Warum die Orgel in St. Martin erneuert werden muss, erklärte Müllers anschaulich: Sie wurde 1968 erbaut, "schnell aufgezogen, von der Substanz her nicht nachhaltig".

Es seien immer mehr Probleme zu spüren. Eine Neuanschaffung gehe in den siebenstelligen Bereich. Er lud die Anwesenden zu einem Rundgang auf der Empore ein. "Da lässt sich sehen, was für handwerkliches Geschick notwendig ist". Die Orgel bestehe aus 4408 Pfeifen, die zwischen fünf Meter und fünf Zentimeter groß sind.
Der Orgel geht langsam die Luft aus.Regionalkantor Bernhard Müllers über St. Martins Instrument


TicketsKarten für das Siemens-Wohltätigkeitskonzert gibt es ab Montag, 25. Januar, 9 Uhr bei der Tourist-Info am Hallplatz. Der Eintritt kostet 17 Euro. (roa)
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