Einmal in der Manege im Trapez hängen, Zaubertricks vorführen oder als Clown das Publikum zum Lachen bringen. Davon träumt so manches Kind. Für die Buben und Mädchen aus der
Lernen von den Zirkus-Profis

Im Projektzirkus lernen die Kinder, die das Sonderpädagogische Förderzentrum Willmannschule besuchen, welcher Platz in der Manege für sie am besten geeignet ist. Auch für Akrobaten ist was dabei. Bild: usc
Willmannschule wird nun genau das Wirklichkeit.

(usc) Seit Montagvormittag trainieren Kinder aller Altersstufen aus dem Sonderpädagogischen Förderzentrum mit den Profis des 1. Ostdeutschen Projektzirkus André Sperlich, um ab morgen zwei Tage lang vor Publikum zu spielen. Zirkus ist nicht nur für Kinder eine bunte, exotische Welt voller fremder und vertrauter Gerüche. Menschen in Kostümen, in farbiges Scheinwerferlicht getaucht und von unterschiedlicher Musik untermalt, zeigen Übungen, wie man sie nur in dieser ganz speziellen Welt zu sehen bekommt.

Für jedes Talent eine Rolle

Wenn Artisten und Künstler Buben und Mädchen diesen Traum ermöglichen, zeigt sich schnell, dass in solch einem Projekt jedes Kind seine Rolle finden kann, ob sportlich oder etwas gut genährt, schüchtern oder extrovertiert. "Dabei ist der hohe Aufforderungscharakter, der von den Requisiten ausgeht, von Vorteil", weiß Direktor Marko Sperlich, der seit zehn Jahren den Projektzirkus präsentiert. Was auf die Kinder wartet, das präsentierten am Montag Vormittag zunächst die Profis in einer Sondervorstellung für die Schule.

Zehn Trainer des Unternehmens, alle ausgewiesene Könner ihres Fachs, nahmen sich im Anschluss der verschiedenen Gruppen an, um effektvolle akrobatische Übungen und ganze Nummern in kurzer Zeit einzustudieren. Natürlich musste für die verschiedenen Anforderungen eine entsprechende Auswahl getroffen werden, was die Eignung betrifft.

Clowns und Piraten

Die Sportlichen werden Akrobaten oder arbeiten am Trapez, die kleinen Machos werden Fakire oder inszenieren eine Feuerschau. Die Eleganten und Träumer tanzen auf dem Seil. Buben und Mädchen, die motorisch begabt sind, sieht man beim Jonglieren. Andere schlüpfen ins Clownskostüm, spielen Piraten und durchlöchern mit Säbeln ein Fass, in dem ein Kind steckt. Zirkusdirektor Sperlich bildet die Nachwuchszauberer aus. Sicherlich ein Hingucker wird die Tauben-Revue. Insgesamt zehn Nummern bereiten die Kinder für ihre öffentlichen Auftritte vor.

Heute ist noch einmal Üben angesagt. Morgen ist die Generalprobe. Dann folgen ab 15 und 18 Uhr in der Schule öffentliche Auftritte, ebenso am Donnerstag zur selben Zeit.
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