Frühjahrskonzerte der Dr.-Johanna-Decker-Schulen
Wie die Sprache der Engel

Emma Rott (rechts) war eine der Solistinnen, die bei den Konzerten an den Decker-Schulen glänzte. Bild: Hartl

Die Konzerte der Decker-Schulen bieten stets etwas Besonderes, und deshalb sind sie immer ausgebucht. Das war auch heuer bei den beiden Frühjahrskonzerten nicht anders. Dabei überrascht stets die Vielfalt der Darbietungen und die Betonung des Ensemble-Musizierens, insbesondere auch der hohe Stellenwert, den das Chorsingen hat.

Der Chef der Schulen, Oberstudiendirektor Günter Jehl, zitierte eingangs den Spruch "Musik ist die Sprache der Engel". Doch auch er erlebte eine Überraschung. Zwei Schülerinnen hatten nach dem ersten Konzert festgestellt: "Es braucht eine Moderation." Sophia Schwab und Lena Illgut machten das locker, witzig und spontan mit Selbstironie.

Die Kinderchöre eröffneten mit dem Spiritual "Heute ist ein herrlicher Tag" unter Leitung von Regina Fibich-Wiesneth schwungvoll. Danach sang sich die Gruppe aus dem Gymnasium mit drei Liedern, darunter den mit Feuer dargebrachten Trude-Herr-Schlager "Ich will keine Schokolade", in die Herzen der Zuhörer. Der Kinderchor der Realschule stellte sich nochmals eindrucksvoll dar. Ein südamerikanisches Traditionell wurde mit fünf Rhythmusinstrumenten dargeboten, und die 15 singenden Mädchen überzeugten mit "Dein Weg" und dem von Harry Belafonte bekannten Banana-Boat-Song, bei dem sich auch zwei hauseigene Solistinnen präsentieren konnten.

Auch Solo-Darbietungen waren zu bestaunen. Das "Russische Zigeunerlied" spielte Emma Rott auf der Querflöte mit sauberem Tonansatz, sicherer rhythmischer Gestaltung und beeindruckender Virtuosität. Ein Aha-Effekt war der "Samba Brasil", den Carmen Huber auf dem Saxofon einfach toll präsentierte, und Katharina Irler brachte am Flügel "Angel" von Robbie Williams zum Klingen. Gitarre, Querflöte, Klarinette, Blockflöte und Akkordeon: In dieser Besetzung spielte die Instrumentalgruppe bodenständig ein Menuett.

Wie gut Blockflöten harmonieren, zeigten sieben Damen der Blockflötengruppe mit zwei gelungenen Darbietungen. Die R 6a stellte sich, unterstützt von Xylofon und Schlagstäben, bei dem bekannten "Lollipop" fröhlich und farbig vor. Einen starken Eindruck hinterließ das Jazztanz-Ensemble. In einer inspirierenden Choreographie glänzten Schülerinnen mit Geschmeidigkeit und akrobatischer Körperbeherrschung. Die Schulband zeigte mit "You Found Me" und "Don't Stop Believin", dass Pop-Musik ebenfalls Platz hat. Auch ein Bläserensemble hat die Schule zu bieten. Das sind Schülerinnen, die unter Regie von Franz Hanauska eine Gavotte und einen Walzer spielten.

Als Fan von gutem Chorgesang freut man sich jedes Mal über die Chöre der älteren Schülerinnen. Da hatten sich zehn Gymnasiastinnen zusammengefunden, die einen Kammerchor bilden. "Only You" und "King of the Road", das waren nicht nur klug ausgewählte Stücke, es war mit ausgefeilter Dynamik in prima Intonation und sauberer Stimmführung einfach gut präsentierter Klang, bei dem die drei von Lehrern geborgten Männerstimmen viel beitrugen. Der große Schulchor, unterstützt von Hanauska am Flügel, machte den Abschluss. "Jesus Be A Fence"-begeisterte durch swingende Emotion, toll wurde "Take me home" dargeboten, und mit dem Adele-Song "Skyfall" zeigten die Damen des Schulchores, was sie drauf hatten, wie klasse sie diese Vorlage umsetzen konnten. Ein fesselnder, begeisternder Schluss.
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