Gedächtnisausstellung
Der Künstler mal ganz anders

Mit einer Hommage an den 1952 in Kümmersbruck geborenen und 2005 verstorbenen Wolfgang Keuchl startet die Stadtgalerie Alte Feuerwache heute in ihr neues Veranstaltungsjahr. Der international bekannte Künstler war einst Mitbegründer der Regensburger Künstlergruppe "Warum Vögel fliegen". Die in der Gedächtnisausstellung anlässlich seines zehnten Todestags gezeigten Zeichnungen, darunter einige, die noch nie zu sehen waren, werden laut einer Presseinformation die "andere Seite" Keuchls künstlerischem Schaffen beleuchten - deshalb trägt die Präsentation auch diesen Titel. Sie besteht aus den von 1986 bis 2005 entstandenen Werken. Ein Teil der Blätter stammt aus der Frühzeit Keuchls und gibt bereits das Programm seiner späteren, überregional beachteten Polaroidarbeiten vor.

So kann man bei dem Künstler, der sich vorzugsweise einer Symbolsprache bediente, das Haus als Schutzraum und Hort der Geborgenheit entdecken. Auch Tisch und Stuhl sowie Gewänder und das Kulturzeichen Kreuz, die beide stellvertretend für den Menschen stehen, zählten zu seinen häufigen Motiven. Während er Letzteres später als strenges Ordnungselement in den Vordergrund rückte, werden in der Stadtgalerie auch heiter-farbige Blätter zu sehen sein. Die Ausstellung, die heute um 19.30 Uhr eröffnet wird, wurde in Zusammenarbeit mit der Kunstpartner-Galerie Adlmannstein kreiert.

Die Einführung übernimmt Jürgen Huber, der Keuchl unter anderem als weiteres Gründungsmitglied der Künstlergruppe "Warum Vögel fliegen" einen Teil seines Wegs begleitete und heute 3. Bürgermeister von Regensburg ist. "Die andere Seite" ist bis Sonntag, 6. März, zu sehen. Bei einer Matinee am Sonntag, 21. Februar, werden sich ab 11 Uhr Wegbegleiter unter dem Motto "Leben ist Energie" an Keuchl erinnern.
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