"Gruppe Aquarell" zeigt ihre Jahresausstellung im Landratsamt bis zum 27. November
Vielseitig und individuell

Sie präsentieren ihre Jahresausstellung (von links): Margot Wächter, Gerda Münch, Doris Fischer, Dorothea Rupprecht und Elisabeth Künzl bei der Vernissage. Bild: Steinbacher
Die Lust am Spiel mit Licht und Farbe, am Experimentieren und am künstlerischen Schaffen sind nach wie vor die Triebfeder der "Gruppe Aquarell". Was macht aber die Ausstellung im Landratsamt jedes Jahr wieder so interessant und spannend? Die Frage lässt sich leicht beantworten.

Es ist einerseits die Vielseitigkeit und andererseits die Individualität der Mitglieder Doris Fischer, Elisabeth Künzl, Gerda Münch, Dorothea Rupprecht und Margot Wächter. Sie überraschen und überzeugen. Obwohl jede ihren eigenen Weg geht, so treffen sie sich doch immer wieder - auf jeden Fall bei der schon traditionellen Jahresausstellung. Nun wurde sie unter großem Publikumsinteresse eröffnet.

Groß und grazil

Begonnen hat alles mit dem Aquarell. Diese Wassermaltechnik hat die Gruppe zusammengeführt und hält sie irgendwie auch beieinander. Zumindest der Name ist geblieben. Die Stilrichtungen und Techniken haben sich verändert, die Könnerschaft hat sich individuell weiterentwickelt.

Doris Fischer verleiht ihren Bildern Flügel. Nicht nur im übertragenen Sinn, indem sie geschickt mit Farben und zart gesetzten Schwerpunkten Stimmungen erzeugt, sondern auch im Motiv der Libelle, die groß und grazil im Überbau der Stadtbrille ihr Reich gefunden hat.

Vielseitig und überraschend präsentiert sich Elisabeth Künzl. Sie stellt die "Iphigenie auf der Luisenburg 2014" vor, porträtiert mit Rötelstift und Tusche, zeigt "neun Quadrate Zeit" und hebt die "Geige" ins rechte Licht. In eine eher schwermütig anmutende Region, nach Island, entführt Gerda Münch. Mit breitem Pinselstrich und dunkler Farbigkeit fühlt sie sich perfekt ein in die landschaftlichen Schönheiten dieser faszinierenden nördlichen Feuerinsel.

"Musici" nennt Dorothea Rupprecht eine rotlodernde Arbeit im Foyer, die ins Auge sticht. Während im Stadtbrille-Überbau querformatige "härtere Zeiten" anbrechen, dunkel, drohend und sehr verwirrend.

Fesseln das Auge

"Glücklich" und "zufrieden" könnte sich Margot Wächter zurücklehnen und stolz sein auf das, was sich aus ihren früheren Malkursen so entwickelt hat. Tut sie aber nicht. Sondern nennt zwei Tonskulpturen so und setzt noch "Badenixe" und "feine Dame" auf die Sockel daneben. Rund und wohl gebaut sind die Figuren, die im Foyer sofort die Blicke auf sich lenken. Auch die Bilder, die sie nach ihrem eigenen "Farb- und Formgefühl" sehr dynamisch, sehr differenziert, sehr eigenwillig gestaltet, fesseln das Auge.

Das Spektrum ist auch bei der 23. Jahresausstellung breit gefächert. Zu sehen sind Aquarelle, Acrylarbeiten, Bilder in Mischtechnik und Tonskulpturen bis Donnerstag, 27. November. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 und Freitag von 8 bis 15 Uhr.
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