Hubert Huber in der Alten Feuerwache
Jede Menge Bier und doch nüchtern

Hubert Huber präsentiert bis 4. Dezember "bierige" Werke in der Amberger Stadtgalerie. Bild: stg

Von Holger Stiegler

Amberg. Auf den ersten Blick möchte man einen Zusammenhang von gleichschenkligem Dreieck und Bier nicht unbedingt vermuten. Es muss schon eine Ausstellung des niederbayerischen Künstlers Hubert Huber sein, in der er diese beiden Aspekte zusammenfügt und zur künstlerischen Symbiose werden lässt. Dies gelingt ihm in der Ausstellung ".bie.16", die bis zum 4. Dezember in der Amberger Stadtgalerie "Alte Feuerwache" gezeigt wird.

Zur Vernissage kann Kulturamtsleiter Thomas Boss neben dem ausstellenden Künstler auch die Passauer Künstlerin Verena Schönhofer begrüßen, die 2013 bereits selbst in der Alten Feuerwache ausstellte, und in einem Künstlergespräch in das Werk Hubers einführt. Das gleichschenklige Dreieck ist zum Markenzeichen des Künstlers geworden, der frischgebackener Träger des Kulturpreises des Bezirks Niederbayern ist. "Das ist die perfekte Reduktion und lässt mich nicht mehr los", erzählt er selbst. Die redundante Überfülle vermeidet er, stattdessen reduziert er sich aufs Wesentliche, was seiner künstlerischen Aussage gedankliche Schärfe verleiht.

Im Zentrum der Amberger Ausstellung steht das Bier - 500 Jahre Reinheitsgebot und Ambergs Renommee als Bierstadt lassen grüßen. Gezeigt werden grenzüberschreitende deutsch-österreichisch-böhmische Brauereifrottagen, die gebeizt wurden, aber auch Eiskeller-Drucke hinter Acryl. "Für mich war Bier schon vor 20 Jahren ein künstlerisches Thema", sagt Huber, der zweifellos als Konzeptkünstler charakterisiert werden kann. Entsprechend experimentiert der 60-Jährige auch gerne mit dem "Material" Bier. Huber ist seit knapp 30 Jahren 1. Vorsitzender des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK) Niederbayern, während dieser Zeit auch langjähriger Bundesvorsitzender. Neben Grafiken, Fotoüberlagerungen und Videoarbeiten warten auf die Ausstellungsbesucher auch sogenannte "Bierdrucke": Dazu wurden Metallplatten mit verschiedenen hellen Bieren - auch Amberger Gerstensäfte sind darunter - eingeschmiert und dann gepresst. Das Ergebnis dürfte wohl so manche Betrachter überraschen.

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Die Ausstellung dauert bis zum 4. Dezember: Sie ist geöffnet Dienstag bis Freitag von 11 bis 16 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Informationen: www.stadtmuseum-amberg.de und www.huberthuber.de
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