Im Cuvilliéstheater
Dadortdaheim in München

"Dadortdaheim" steht im Mittelpunkt beim Treffen der bayerischen Theaterjugendclubs in München. Bild: Hartl

Das jüngste Stück des Jugendtheaterclubs heißt "Dadortdaheim". Das bedeutet aber nicht, dass es nur daheim bleibt. Im Gegenteil ist das Werk so erfolgreich, dass es jetzt nach München reist. Zur Aufführung im berühmten Cuvilliéstheater.

Beim Treffen der bayerischen Theaterjugendclubs am Freitag, 10. Juni, steht die Produktion unter Leitung und Regie von Winfried Steinl im Mittelpunkt. In Amberg war sie Anfang Mai auf die Bühne des Stadttheaters gezaubert worden von über 20 Nachwuchsschauspielern, darunter auch jungen Flüchtlingen verschiedener Nationalitäten (AZ berichtete). Nun gibt es sozusagen eine Zusatzvorstellung: Die von Presse und Publikum gefeierte Szenencollage zum Thema Heimat ist bei der 10. Zusammenkunft der bayerischen Theaterjugendclubs in München zu Gast - samt Auftritt um 10 Uhr im Cuvilliéstheater.

Während des Festivals sind 14 Inszenierungen vom Theaternachwuchs aus dem ganzen Freistaat dort, im Marstall sowie in der Kammer 3 der Münchner Kammerspiele zu sehen. Etliche Produktionen beschäftigen sich mit aktuellen politischen Themen und in fünf Projekten wirken Jugendliche mit Migrationshintergrund bzw. junge Geflüchtete mit. Die jungen Leute sollen nicht nur auf der Bühne spielen, sondern auch über die Stücke sprechen, Theater erforschen und "inspirierende Begegnungen und Momente erleben", wie es in der Presseankündigung heißt.

Demnach gilt neben dem Erfahrungsaustausch aber auch den Aufführungen ein Augenmerk. Gezeigt werden 14 Produktionen von Theatern aus Bayern, die sich im Vorfeld bewerben konnten. Teilnehmer sind die Jugendclubs vom Theater Ansbach und Augsburg, vom Theater an der Rott/Eggenfelden, vom Stadttheater Fürth, vom Gostner Hoftheater, vom Jungen Theater Hof, vom Stadttheater Ingolstadt, vom Kleinen Theater Kammerspiele Landshut, vom Theater Schloss Maßbach, von den Münchner Kammerspielen, vom Staatstheater Nürnberg, vom Theater Pfütze, vom Theater Regensburg sowie eine Produktion des Jungen Resi.

Das Treffen wird vom Deutschen Bühnenverein, Landesverband Bayern, initiiert. Erstmals wurde es 2004 in Augsburg veranstaltet. Zunächst fand es alle zwei Jahre an unterschiedlichen Theatern in ganz Bayern statt, seit 2011 geht es jährlich über die Bühne. Heuer feiert das Festival nun seinen zehnten Geburtstag am Residenztheater. Im Rahmen des Treffens konnte das Junge Resi auch Kooperationspartner aus dem Ausbildungsbereich gewinnen. So werden Studenten von "die medienakademie" und der Hochschule München (Studienrichtung Fotodesign) das Festival filmisch und fotografisch begleiten und aufarbeiten.

Weitere Informationen zum Festival in München und Tickets zum Preis von zwölf Euro (ermäßigt acht Euro) gibt es unter www.residenztheater.de
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