Kindertheater im PC-Zeitalter
Ein Festval der Fantasie

Noch hält Oberbürgermeister Michael Cerny (Zweiter von rechts) den KIT in Händen. Zum Auftakt des 12. Kinderttheaterfestivals wird er ihn jedoch dem Vorjahressieger überreichen. Eine Gemeinschaftsproduktion stellen diese Woche auf die Beine (von links): Kulturamtsleiter Thomas Boss, Kulturfachkraft Marina Auer, Stadtwerke-Geschäftsführer Dr. Stephan Prechtl und Kulturreferent Wolfgang Dersch. Bild: Steinbacher

Dass sich Menschen manchmal nur mit Händen und Füßen verständigen können, weiß jeder. Nur mit Händen und Füßen Theater zu spielen, das wird es in Amberg erstmals beim inzwischen 12. KIT geben. Dem Kindertheaterfestival im Jugendzentrum Klärwerk.

Amberg. (zm) Der Vorverkauf für die Kindergärten und Grundschulen vorbehaltenen Vormittagsvorstellungen beginnt heute, Karten für die Nachmittagsaufführungen im offenen Verkauf gibt's ab Montag, 1. Februar, in der Tourist-Information. Auf der Bühne rund geht es vom Sonntag, 6., bis Freitag, 11. März. Dann steht der Festivalsieger, bestimmt von einer Kinderjury, fest. Das erfolgreiche Stück wird nach der Preisverleihung im Folgejahr zur KIT-Eröffnung noch einmal gezeigt. Heuer ist es das Märchen "Vom Fischer und seiner Frau - oder Meer ist mehr" des Theaters Schreiber & Post aus Dresden. Obwohl schon über das KIT-Alter hinausgekommen, kann OB Michael Cerny dem Festival viel abgewinnen.

Die Festivalzeit ist für uns im Amt etwas Besonderes.Kulturreferent Wolfgang Dersch


"Die verschiedenen Formen der Kreativität" haben es ihm angetan, und wenn die Kinder "lebendig mitfiebern und -bangen", spätestens dann ist für ihn der Beweis erbracht, dass Theater viel mehr kann als ein PC-Spiel. In der Rolle des "Gründungspaten" fühlt sich auch Dr. Stephan Prechtl, Geschäftsführer der Stadtwerke, wohl. Ohne den namhaften Zuschuss des Kommunalunternehmens würde es KIT nicht geben.

Die Bereitstellung von Strom und Gas sei Teil der Daseinsvorsorge, unterstrich Prechtl, Kultur auch. Deshalb dieses Engagement, besonders auch, um Kinder an Ausdrucksformen der Kunst heranzuführen. "Die Festivalzeit ist für uns im Amt etwas Besonderes", möchte Kulturreferent Wolfgang Dersch diese Woche im Jahr nicht missen. Kulturamtsleiter Thomas Boss hatte hingegen die Bitte, dass Eltern die Altershinweise zu den Stücken beachten sollten, um Kleinkinder nicht zu überfordern.

Die gezeigten StückeAls Vorjahressieger zeigt das Theater Schreiber & Post aus Dresden als Festivalauftakt zum zweiten Mal das alte Märchen "Vom Fischer und seiner Frau - oder Meer ist mehr".

Die Inszenierung ist in weiten Teilen pantomimisch angelegt. (Sonntag, 6. März, 14 und 16 Uhr, ab 5 Jahren). Sie kommt mit Händen und Füßen als Darstellern aus. Schon der Gedanke daran fasziniert.

Gesehen, zieht das "Theater mit Hand und Fuß" aus Betzenstein Zuschauer noch mehr in den Bann. Gezeigt wird das Märchen "Der gestiefelte Kater". (Montag, 7. März, 9, 11 und 16 Uhr, ab 4 Jahren).

Das Kästner-Stück "Das Doppelte Lottchen" richtet sich an etwas ältere Kinder. Die Inszenierung des Theaters "Feuer und Flamme" (Braunschweig) setzt auf kindgerecht eingesetzte schauspielerische Mittel der Komik, des Tanzes, von Slapstick und Musik. (Dienstag, 8. März, 9, 11 und 14 Uhr, ab 7 Jahren).

Auf Mittel des Figurentheaters setzt das "Theater der Nacht" (Northeim) bei "Der Winterkönig - oder wie es einmal fast Winter geblieben wäre". Erzählt wird die Geschichte von Jakob und Lena, einem Schneehasen und einer Frühlingsfee. (Mittwoch, 9. März, 9, 11 und 16 Uhr, ab 5 Jahren). Auch der Klassiker "Der Räuber Hotzenplotz" kommt zu Festivalehren als Puppen-Schauspiel des "Theaters Handmaids" aus Berlin. (Donnerstag, 10. März, 9, 11 und 16 Uhr, ab 4 Jahren)

Das Puppentheater Pulcinella (Bielefeld) präsentiert das Stück "Floritzel - der kleine Drache, der nicht Feuerspucken konnte" . Dennoch möchte er die große Drachenprüfung bestehen. (Freitag, 11. März, 9, 11 und 16 Uhr, ab 3 Jahren). Dazu gibt es am Samstag, 12. März, einen Workshop, bei dem der Drache Floritzel als Stabpuppe gebaut wird.

Karten kosten für Kinder fünf, für Erwachsene sechs Euro. (zm)
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