Klasse Klassik mit heilsamer Wirkung
Siemens-Orchester München gibt Benefizkonzert im Stadttheater

Franz Meier und Heidi Himmelhuber freuten sich für ihre Vereine über die beiden Spendenschecks von je 3500 Euro, die ihnen OB Michael Cerny und Siemens-Werksleiter Günter Jakesch (von links) überreichten.
 
Das Siemens-Orchester München besteht aus 70 Mitgliedern, die im Stadttheater erneut wie echte Profis spielten. Bilder: kge (2)

Vor dem Stadttheater warteten schon zwei große Reisebusse. Sie mussten die rund 70 Musiker gleich nach Ende ihres Konzerts noch in der Nacht nach Hause bringen - nach München, denn auf die meisten wartete dort am nächsten Morgen ihr Arbeitsplatz bei Siemens.

Die Orchestermitglieder waren allesamt keine Profis, aber so wie sie in Amberg gespielt haben, konnte man das kaum glauben. Unter der Leitung von Markus Elsner bewiesen sie ihr Können gleich mit der Ouvertüre zur Oper "Die Zauberflöte" von Mozart, der schwierigen Fuga (2. Ricercata) a 6 voci aus "Musikalisches Opfer" von Johann Sebastian Bach, dem Konzert für Fagott und Orchester, F-Dur op. 75, von Carl Maria von Weber und der Sinfonie Nr. 3 "Rheinische", Es-Dur op.97, von Robert Schumann.

Oberbürgermeister Michael Cerny umriss den Sinn des Auftritts des großen Siemens-Orchesters treffend: "Genießen und etwas Gutes tun." Einige Zuhörer waren sicherlich durch das Motto, bei der Wohltätigkeitsveranstaltung präsent zu sein, dabei. Aber man musste kein Fan klassischer Musik sein, um diesen Abend voll auskosten zu können.

"Der Fagottspieler war doch echt eine Wucht", sagte zum Beispiel eine Besucherin zu ihrer Begleitung in der Pause im Foyer. Und damit meinte sie Cornelius Rinderle, der als Solist mitriss. Er wiegte sich mit seinem Instrument und seine Bewegungen unterstrichen den wunderbaren Klang seines Fagotts. Und auch dem Dirigenten Markus Elsner war die Leidenschaft und Freude, sein Orchester zu leiten und zu unterstützen, regelrecht anzumerken.

Zwei Spenden à 3500 Euro


Es war ein homogener Klangkörper, der zum einen sehr einfühlsam und dezent begleitete und zum anderen klassisch perfekt die ausgesuchten Stücke intonierte. Dafür bedankte sich das Publikum mit langanhaltendem Applaus. Es wird auch sicher wieder beim nächsten Konzert des Siemens-Orchesters München (SOM) das Haus füllen.

Besonders freuen konnten sich der Chef des Projekts Orgel St. Martin, Franz Meier, und die 3. Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Seelischen Gesundheit im Alter (Sega), Heidi Himmelhuber, über die Spendenschecks in Höhe von je 3500 Euro, die dieser Abend für ihre gute Sache eingespielt hatte. Michael Cerny und der Amberger Siemens-Werksleiter Günter Jakesch betonten, dass die stattlichen Summen von Herzen kamen.

Für Kranke und die Orgel


"Die Königin der Instrumente leidet an Atemnot. Die Schwäche der Madame erfordert eine grundsätzliche Sanierung" erklärte Franz Meier den Bedarf an Geldern, um die Orgel in der Basilika St. Martin wieder vollkommen instandzusetzen. "Wir unterstützen Menschen mit Demenz und anderen gerontopsychiatrischen Erkrankungen, damit diese so lange wie möglich in ihrem gewohnten Lebensumfeld bleiben können": So beschrieb Heidi Himmelhuber das Ziel, ihres mit Sitz in Sulzbach-Rosenberg gegründeten Vereins. Und sie wies im Zusammenhang mit dem Konzert darauf hin, dass "Musik heilsame Wirkung auf Demenzkranke hat". Nicht nur auf sie, jeder fühlte sich an diesem Abend wohl und bestens unterhalten.
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