Konzert der "Singer Pur"
Singer Pur“ werden ihrer Frau beraubt und wagen ein Ersatzprogramm

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() Zum ersten Mal nach 22 Jahren treten die "Singer Pur" durch eine Erkrankung von Claudia Reinhard als reines Männer-Ensemble auf. Niemand wird ihnen die gedrückte Stimmung verübeln. So schnell kann also ein Programm, das schon beim Lesen Freude und Wonne verbreitet, Makulatur werden. Die "Singer Pur" setzten auf ihre Wendigkeit und stellten ein 55-Minuten-Supplier-Programm auf die Bühne. Statt der hochinteressanten Arrangements, anstelle der von den Kritikerkollegen hochgelobten Sätze aus der neuen CD "Adventskalender" blieb nur die Flucht in bewährte, getragene vier- oder fünfstimmige Stücke für Männer-Ensemble von Schubert, Silcher und Mendelssohn. Alle gelangen mit Niveau, im weltlichen Teil ragte Schumanns "Die Rose stand im Tau" heraus. Die geistreichen Stücke von John Cage boten Gelegenheit zum entspannenden Durchschnaufen und Schmunzeln. Trotz des Virus-Alarms zauberten die "Singer Pur" auch geistliche Stücke aus dem Ärmel. Bemerkenswert "Nun komm der Heiden Heiland", jede der fünf Strophen von einem anderen Renaissance-Komponisten vertont. Höhepunkt des Abends war der Adventsruf im Arrangement von F. Mayr, der die wirklichen Fähigkeiten des Ensembles aufblitzen ließ. Man darf der Sopranistin baldige Genesung wünschen und hoffen, dass das geplante Programm nachgeholt wird. Bild: gf

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