Konzert zum 20. Todestag von H. E. Erwin Walther
Herr der Töne

H.E. Erwin Walther 1974 bei der Arbeit im Tonstudio. Bild: privat
Als "bunten Vogel" hat er sich selbst einmal bezeichnet, der Amberger Komponist Erwin Walther: Mit Farben gestaltete er seine musikalischen Schöpfungen, entwickelte dabei ein ganz eigenes System der Notation und erweiterte damit die Musiksprache um das, was die Moderne an Klangmöglichkeiten geschaffen hatte.

Das Ende als Anfang

Als er nach langer Krankheit am Neujahrstag des Jahres 1995 starb, da ging ein langes und intensives Musikerleben zu Ende. Einer, der mit seinen Kompositionen fürs Fernsehen und fürs Radio dafür gesorgt hatte, dass der Name der Stadt Amberg klangvoll und weit über die Grenzen der Oberpfalz hinausgetragen wurde. Aber vielleicht birgt sein Todesdatum ja auch ein eigenes Geheimnis? Vielleicht bedeutete das individuelle Ende des Komponisten zugleich einen Anfang und formulierte zugleich ein Versprechen? Dass sein Werk nämlich auch die Zeiten überdauern würde.

Der Pianist Frank Gutschmidt und der Geiger Theodor Flindell - beide in Berlin tätig und in der Neuen Musik ebenso beheimatet wie in der Tradition - werden am 9. Mai im Stadttheater einen Erwin Walther im Kontext präsentieren, eingebettet in die musikalische Historie. Mit Beethovens "Kreutzersonate" haben sie ein Stück ins Programm genommen, das nicht nur wegen seiner Schwierigkeit zu den selten interpretierten Stücken zählt.

So wird dem Publikum auch die Möglichkeit eröffnet, Kreuzungen und Spannungen von der Klassik in die Gegenwart zu erkennen und mittels Beamer im wahrsten Wortsinne zu sehen, dass die ein Moderner wie Erwin Walther seine Ideen nicht aus bloßem Traditionsbruch bezog, sondern sich selbstredend diesem Dialog stellte. Karten gibts es unter Telefon 09621/10233.
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