Lesung von Marianne Ach
Gefühlswelt einer Frau

Marianne Ach liest mit angenehmer Stimme aus ihrem neuen Roman "Von gestern eine Spur". Bild: kge

Der Ratschlag von Marianne Ach war klar: "Dieses Buch sollten sie nicht in einem Schwung lesen, sondern nach und nach oder auch ein zweites Mal."

Amberg. (kge) Marianne Ach, eine in Eslarn (Kreis Neustadt/WN) geborene Schriftstellerin und Pädagogin, war für eine Lesung in die Buchhandlung Mayr gekommen. Ihr Werk "Von gestern eine Spur" beinhaltet eine Fülle von Gedanken, die sie als eigene Reflexionen, eine innere Biografie, beschrieb. Die Autorin hat einen außergewöhnlichen Lebenslauf, denn sie ging nach ihrer Schulzeit ins Kloster, das sie im Alter von 30 Jahren verließ, um zu studieren, zu heiraten und als Realschullehrerin für Religion und Deutsch zu arbeiten.

"Ob sich das alles lohnt, was wir Leben nennen?", las sie vor. Die Geschichte handelt von Theres, deren Sohn Frederik spurlos verschwindet und von dem sie erst nach qualvoll ungewissen Jahren eine Karte erhält. Nachdem ihr Ehemann sie betrogen hat, verlässt sie ihn. Schließlich tritt ein 15 Jahre jüngerer Mann in ihr Leben, von dem sie von Anfang an weiß, dass die Beziehung keinen Bestand haben wird. Mit diesen Figuren gab Marianne Ach ihrem geistigen Lebensbild einen Rahmen, der es umschloss, verständlich machte. Während die Autorin mit angenehmer Stimme vortrug, herrschte im Publikum eine ruhige und aufmerksame Atmosphäre. Die jungen Musiker Anita Kinscher, Patrick Jeske und Matthias Sommer waren spontan an diesem Abend für die "Auflockerung des Gehörgangs" eingesprungen, da die ursprüngliche Besetzung kurzfristig hatte absagen müssen.
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